RTL/ntv-Trendbarometer: Die allermeisten Deutschen sehen für den Spritpreisen den Staat gefordert

RTL/ntv-TrendbarometerDie allermeisten Deutschen sehen bei den Spritpreisen den Staat gefordert

21.04.2026, 14:03 Uhr

Artikel anhören(05:42 min)

Tankstelle an diesem Dienstagvormittag in Siegen (NRW). (Foto: picture alliance / Rene Traut Fotografie)

Schlechte Nachrichten für die Union: CDU und CSU kommen im Trendbarometer weiterhin nur auf Platz 2. Vier von fünf Deutschen sind unzufrieden mit der Arbeit von Bundeskanzler Merz. Fast ebenso viele fordern staatliche Eingriffe bei den Energiepreisen.

Während Wirtschaftsexperten staatliche Eingriffe in die Preisgestaltung für eine sehr schlechte Idee halten, sind rund drei Viertel der Deutschen ganz anderer Meinung: 74 Prozent sagen im aktuellen Trendbarometer für RTL und ntv, der Staat solle in der derzeitigen Situation eingreifen. Nur 23 Prozent sind der Auffassung, der Staat solle auf Eingriffe bei den Energie- und Benzinpreisen verzichten.

Wenig überraschend fordern Personen mit einem niedrigeren Einkommen häufiger staatliche Eingriffe. Aufgeschlüsselt nach Parteien sind vor allem die Anhänger der AfD und der Linken für Eingriffe bei den Energie- und Benzinpreisen. Bei den Anhängern der SPD und der Union ist eine deutliche Mehrheit dafür, bei den Anhängern der Grünen nur eine relative Mehrheit.

Knappe Mehrheit für Entsendung von Minenräumbooten

Mit Blick auf die von der Bundesregierung geplante Entsendung von Minenräumbooten in die Straße von Hormus ist eine knappe Mehrheit dafür, sofern dies nach einem Ende der Kampfhandlungen erfolgt – was die Bundesregierung selbst als Voraussetzung genannt hat.

Der Satz, zu dem das Meinungsforschungsinstitut Forsa Zustimmung oder Ablehnung erfragte, lautete: „Deutschland sollte nach einem Ende der Kampfhandlungen gemeinsam mit anderen Staaten Minenräumboote in die Straße von Hormus entsenden, wenn es dafür ein militärisches Konzept gibt und der Bundestag zustimmt.“ 50 Prozent stimmten der Aussage zu, 42 Prozent lehnten sie ab.

Vor allem die Anhänger der Unionsparteien sprachen sich für eine Entsendung von Minenräumbooten aus. Sehr viel knapper ist die Mehrheit unter den Anhängern der SPD. Die Anhänger der Linken sind in dieser Frage gespalten, die der AfD lehnen die Entsendung mehrheitlich ab.

Politische Stimmung kaum verändert

Die politische Stimmung in Deutschland ist in dieser Woche unterdessen stabil. In der Sonntagsfrage ergibt sich keine Veränderung: Wie in der Vorwoche kommt die AfD mit 26 Prozent auf den ersten Platz, gefolgt von CDU und CSU mit 24 Prozent. Die Grünen erreichen 15 Prozent, die SPD 12 und die Linke 11 Prozent. Die FDP steht weiterhin bei 4 Prozent.

Auch die Zufriedenheitswerte von Bundeskanzler Friedrich Merz verändern sich gegenüber der Vorwoche nicht. So ist weiterhin nur knapp ein Fünftel der Deutschen mit seiner Arbeit zufrieden. Vier von fünf Bundesbürgern sind mit seiner Arbeit nicht zufrieden.

In der Frage, welche Partei mit den Problemen in Deutschland am besten fertig werde, verlieren die Union und die AfD jeweils einen Punkt und liegen nun bei 14 Prozent beziehungsweise 13 Prozent. Unverändert 8 Prozent trauen am ehesten den Grünen, 5 Prozent der Linkspartei und 4 Prozent der SPD die Lösung der Probleme im Land zu. 54 Prozent trauen keiner Partei politische Kompetenz zu.

Ebenfalls kaum verändert haben sich die Wirtschaftserwartungen der Deutschen. Lediglich 12 Prozent gehen aktuell von einer Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse im Land aus. 66 Prozent nehmen an, dass es eine Verschlechterung geben wird. 21 Prozent erwarten keine Veränderung der wirtschaftlichen Lage.

Der Krieg im Nahen Osten bleibt mit etwas abnehmender Tendenz das Thema, das die Deutschen am meisten bewegt: Mit 46 Prozent führt es den Themenradar in dieser Woche an. Eng damit verbunden steht auf Platz zwei mit 31 Prozent die ökonomische Lage allgemein sowie die Benzinpreise mit 27 Prozent auf Platz drei. Die Arbeit der Bundesregierung wird aktuell von 18 Prozent der Deutschen als wichtiges Thema genannt.

Kriege und Konflikte auf der Welt allgemein (15 Prozent), der Krieg in der Ukraine (14 Prozent), die Situation in den USA (11 Prozent) sowie der Ausgang der Parlamentswahl in Ungarn (10 Prozent) folgen auf den Rängen fünf bis acht. Der gestrandete Wal in der Ostsee ist für 9 Prozent der Deutschen ein wichtiges Thema. Noch dahinter steht mit 7 Prozent die Reform der Krankenkassen.

Repräsentative Umfrage | Die Daten zum RTL/ntv-Trendbarometer wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland zwischen dem 14. und dem 20. April erhoben. Datenbasis: 2502 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 2,5 Prozentpunkte. Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland am 17. und 20. April erhoben. Datenbasis: 1003 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 3 Prozentpunkte.

Weitere Informationen zu Forsa hier.

Quelle: ntv.de, hvo

Source: n-tv.de