Es ist Samstag, später Nachmittag, 24 Stunden vor Schließung der Wahllokale, wir gehen übers Tempelhofer Feld, im Hintergrund rundet sich der alte Flughafen, einst ein monumentales Ding, mittlerweile etwas verwittert, fast runtergekommen. Ein bisschen wie Deutschland. Vielleicht weht einen deswegen im Gespräch das Vergängliche so an. Robert Habeck aber scheint mit sich im Reinen, er hat bei seinen Anhängern Begeisterung geweckt, Hingabe fast. Nur wurden es eben nicht mehr Anhänger. Weswegen am Ende dieser zwei Stunden die Frage aufkommt, ob er denn auch dann an führender Stelle weitermachen würde, wenn die Grünen in der Opposition landen. Er sagt dieses Nein nicht, aber er guckt es. Und man traut ihm die Rückkehr zum Privatmann an diesem Tag ohne Weiteres zu, weil er auch nach Jahren an der Spitze irgendwie der Typ mit der Mütze und dem Fahrrad geblieben ist, heute ist er seinen Bodyguards entwischt, der Rückverrobertung des Vizekanzlers steht nichts im Wege. Oder?