Der Vorstandsvorsitzende von Siemens, Roland Busch, hat für das zurückliegende Geschäftsjahr 2024/25 (per 30. September) fast ein Drittel mehr verdient. Wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Vergütungsbericht hervorgeht, hat sich seine Gesamtvergütung von 9,4 auf 12,3 Millionen Euro erhöht. Grund ist die Auszahlung von Aktienzusagen (stock awards), die um drei Millionen auf 6,9 Millionen Euro gestiegen sind.
Mit seiner Vergütung stößt Busch in die Riege der Spitzenverdiener im Dax vor. Im Vorjahr war er nur auf dem siebten Rang gelandet, obwohl Siemens nach dem Softwarekonzern SAP das Dax-Unternehmen mit der zweithöchsten Bewertung ist. Der Börsenwert liegt derzeit bei 183 Milliarden Euro, während SAP 255 Milliarden Euro schwer ist. Der Aktienkurs von Siemens hatte bis Mitte November deutlich auf ein Rekordhoch von 250 Euro zugelegt.
Nach der Vorstellung der neuen Strategie als „One Tech Company“ und der Zahlen 2024/25 mit einem Rekordgewinn von 10,4 Milliarden Euro trat aber eine deutliche Kurskorrektur bis auf weniger als 220 Euro ein. Inzwischen hat sich der Kurs wieder etwas stabilisiert und lag am Mittwochnachmittag mit 229 Euro um gut ein Fünftel höher als Anfang des Jahres.
Wiese erhält die zweithöchste Vergütung
Im Siemens-Vorstand verdiente im zurückliegenden Geschäftsjahr die für Personal zuständige Judith Wiese mit 9,1 Millionen Euro am zweitbesten. Ihre Vergütung hat sich verdreifacht, was ebenfalls an den Aktienzusagen lag. Diese machen bei ihr 5,8 Millionen Euro aus, nachdem Wiese im Vorjahr keine erhalten hatte. Die dritthöchste Vergütung erhielt Finanzvorstand Ralf Thomas, der im kommenden Jahr in den Ruhestand treten wird. Er kommt auf 7,8 Millionen Euro nach 7,2 Millionen Euro im Vorjahr.
Einen Gehaltssprung von zwölf Prozent machte Bernd Montag, Vorstandsvorsitzender von Siemens Healthineers. Er kommt auf eine Gesamtvergütung von 7,4 Millionen Euro. Der Siemens-Konzern will seine Mehrheitsbeteiligung an Healthineers mittelfristig von derzeit noch 67 Prozent auf eine Finanzbeteiligung von weniger als 20 Prozent reduzieren. Die Siemens-Aktionäre sollen 30 Prozent der Healthineers-Aktien erhalten.
Nach dem am Mittwoch veröffentlichten Geschäftsbericht hat Siemens im Geschäftsjahr 2024/25 sieben Prozent seiner Healthineers-Aktien verkauft und damit 3,7 Milliarden Euro erlöst. Die Beteiligung am Energietechnikkonzern Siemens Energy wurde von 17 auf zehn Prozent reduziert. Verkaufserlös lag bei 2,75 Milliarden Euro.