Bis vor kurzem galt Kurt Cobains Martin D-18E als die teuerste Gitarre der Welt. Nun wurde sie abgelöst.
Den neuen Weltrekord für das teuerste jemals versteigerte Musikinstrument stellte am Donnerstag David Gilmours schwarze „Black Strat“ auf, die im New Yorker Auktionshaus Christie’s für 14,5 Millionen Dollar den Besitzer wechselte. Gilmour prägte mit dieser Fender Stratocaster den Klang bedeutender Pink-Floyd-Alben wie The Dark Side of the Moon, Wish You Were Here und The Wall.
Die Live-Versteigerung der „Jim Irsay Collection: Icons of Popular Culture“ verzeichnete weitere Höchstwerte für Exponate der Rockgeschichte. Eine handgefertigte E-Gitarre des amerikanischen Musikers Jerry Garcia, Bandleader der Rockgruppe Grateful Dead, brachte 11,5 Millionen Dollar ein. Die Fender Mustang des Nirvana-Sängers Kurt Cobain wurde für knapp sieben Millionen Dollar versteigert und belegte damit den dritten Platz der teuersten Gitarren des Abends. Damit zementiert die Auktion den Trend, dass historische Instrumente von Rock-Ikonen als Anlageobjekten für Prominente und Superreiche dienen.
Berühmte Schriften der Rockgeschichte erzielen Millionenbeträge
Auch bedeutende Dokumente der Rockgeschichte wurden versteigert: Das mit der Schreibmaschine getippte Rollenmanuskript von Jack Kerouacs Kult-Roman „On the Road“ erzielte mit über 12 Millionen Dollar den höchsten Erlös unter den literarischen Exponaten. Ein handgeschriebener Text von Bob Dylan zu seinem Song „The Times They Are a-Changin’“ wurde für zweieinhalb Millionen Dollar verkauft. Paul McCartneys handgeschriebener Text zum Beatles-Klassiker „Hey Jude“ erlöste eine Million Dollar.
Vom 3. bis 17. März wird ein Großteil der umfangreichen Sammlung versteigert, die über Jahrzehnte hinweg gewachsen ist. Sie wurde von dem US-amerikanischen Unternehmer und Musikenthusiasten Jim Irsay zusammengetragen, der letztes Jahr verstarb. Ein Teil der erzielten Erlöse soll karitativen Zwecken zugutekommen, die Irsay bereits zu Lebzeiten unterstützte.
Source: faz.net