Reisen an den Feiertagen: Was wird welcher schlimmste Stau-Tag in den Osterferien?

Die Osterferien stehen vor der Tür, und viele packen wieder die Koffer: Auf der Straße wird es voraussichtlich trotz der hohen Benzinpreise nicht weniger voll als üblicherweise. Trotz hoher Preise an den Zapfsäulen rechnet der ADAC bereits am Wochenende vor Ostern mit mehr Verkehr. „Wir gehen aktuell nicht davon aus, dass die gestiegenen Kraftstoffpreise kurzfristig zu deutlich kürzeren Reisedistanzen führen werden“, teilte eine Sprecherin des Automobilclubs mit. „Gerade bei Urlaubsfahrten mit der Familie bleibt das Auto für viele das wichtigste Verkehrsmittel.“ Aktuell liegt der Spritpreis bei mehr als zwei Euro.

Sonntag „dürfte ein guter Reisetag sein“

Zum Ferienstart werde es an diesem Freitagnachmittag und Samstagvormittag insbesondere auf Autobahnen im Südwesten, in Ballungsräumen und auf den wichtigsten Reiserouten voll. Für Sonntag erwartet der ADAC hingegen nur wenig Verkehr, er „dürfte ein guter Reisetag sein“. Die eigentliche Hauptreisewelle, und damit auch die größte Staugefahr, erwartet der ADAC jedoch erst an Gründonnerstag. „Eine staufreie Fahrt wird hier tagsüber kaum möglich sein“, sagte Holger Bach, der Abteilungsleiter Verkehr und Umwelt beim ADAC Württemberg. „Fast ganz Deutschland wird unterwegs sein.“

Diese Autobahnen sind gesperrt

Einige wichtige Autobahnen sind laut dem Automobilclub gesperrt. Beispielsweise ist die A59 von Düsseldorf in Richtung Köln zwischen Dreieck Düsseldorf-Süd und Monheim bis Juni 2026 voll gesperrt. Eine weitere Sperrung befindet sich auf der A7 zwischen Ulm und Würzburg in beiden Richtungen im Streckenabschnitt zwischen Wörnitz und Rothenburg ob der Tauber. Diese dauert von Samstag 20 Uhr bis Sonntag 5 Uhr. In ganz Deutschland bremsen zudem zahlreiche Baustellen den Verkehr aus. Laut ADAC sind es bundesweit 785. Autofahrer müssen zudem mit stichprobenartigen Kontrollen an den Grenzen zu Österreich, Dänemark und den Niederlanden rechnen, die zu Wartezeiten führen können.

Staus auf Landstraßen in Bayern zu umfahren ist auf besonders befahrenen Strecken verboten. Kommunen entlang der A8 und A93 haben Durchfahrverbote verhängt, entsprechende Schilder weisen auf diese hin. Laut bayerischem Innenministerium werden die Verbote kontrolliert.

An diesen Tagen erwartet die Bahn besonders viele Fahrgäste

Um die Osterfeiertage erwartet auch die Bahn mehr Reisende. „Wir bringen maximale Kapazität auf die Schiene, setzen unsere besonders langen ICE-Züge mit über 900 Sitzplätzen ein“, sagte DB-Konzernsprecherin Anja Bröker. Die meisten Fernverkehrsreisenden würden voraussichtlich zwischen Großstädten wie zum Beispiel Berlin und Köln unterwegs sein, teilte ein Sprecher mit. Hauptreisetage im Fernverkehr seien der Gründonnerstag, Karfreitag und Ostermontag. „Wer früher oder später fahren kann, findet meist noch weniger ausgelastete Fahrten. Das gilt insbesondere für den Karsamstag und Ostersonntag sowie in den Abendstunden verkehrende Züge“, so der Sprecher weiter. Besonders um die Feiertage empfehle man Fahrgästen sich über die Auslastungsanzeige auf der Website und in der Bahn-App zu informieren.

Ungeachtet des höheren Reiseaufkommens geht auch die Sanierung des Schienennetzes an Ostern weiter. „Die DB führt zahlreiche Arbeiten aus, um Infrastrukturanlagen zu erneuern“, teilte der Sprecher mit. Unter anderem zwischen Leipzig und Halle, im Bahnknoten Hannover sowie zwischen Frankfurt am Main und Fulda werde gearbeitet. Im Fernverkehr liegen laut Bahnsprecher bereits viele Buchungen vor. Die Deutsche Bahn empfiehlt daher allen Reisenden eine Sitzplatzreservierung.

Das sollten Flugreisende beachten

Auch am Flughafen Frankfurt steigt in den Osterferien die Zahl der Reisenden. Vom 27. März bis zum 12. April erwartet der Flughafen Frankfurt etwa 3,1 Millionen Passagiere. Da viele Passagiere unterwegs sein werden, rechnet der Flughafenbetreiber Fraport mit Wartezeiten, besonders an der Grenzkontrolle für Nicht-EU-Bürger.

„Gemeinsam mit den Behörden und den Fluggesellschaften ergreifen wir als Flughafenbetreiber alle Maßnahmen, um Wartezeiten zu reduzieren“, erklärte ein Fraport-Sprecher. „Dazu zählen beispielsweise ein erhöhter Personaleinsatz oder eine dynamische Wegeführung der Passagiere, um einzelne Kontrollstellen zu entlasten. Wir rechnen in den Spitzenzeiten dennoch mit deutlich erhöhten Wartezeiten und bitten insbesondere Reisende aus Drittstaaten, dies bei ihrer Reisevorbereitung zu berücksichtigen.“ Fluggäste aus Drittstaaten sollten dementsprechend mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen sein. Bei Flugreisen ohne Grenzkontrolle rät Fraport EU-Passagieren mit Aufgabegepäck etwa zweieinhalb Stunden vor Abflug im Terminal zu sein – Reisenden mit ausschließlich Handgepäck ungefähr zwei Stunden.

Außerdem bieten viele Airlines bereits 24 Stunden vor Flug einen Online-Check-in an. Wer Aufgabegepäck hat, könne sogenannte „Fast Bag Drop Automaten“ nutzen. Bei einigen Airlines sei die Gepäckaufgabe ab 23 Stunden vor Abflug möglich, so Fraport.

Wer in den Osterferien verreist, muss also auf Straße, Schiene und am Flughafen mit mehr Reiseverkehr rechnen. In jedem Fall lohnt es sich vor Reiseantritt über mögliche Straßensperrungen, Zugauslastungen und Gepäckaufgaben zu informieren, um stressfrei in die Osterfeiertage zu starten.

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