Der Deutsche Bundestag hat die Reform des Bürgergelds verabschiedet. Somit wird das Bürgergeld durch die neue Grundsicherung ersetzt. Ziel der Reform ist es, den Druck auf Arbeitslose zu erhöhen und mehr Menschen schneller in Arbeit zu bringen. Die Höhe der Leistung von derzeit 563 Euro monatlich zuzüglich Miet- und Heizkosten bleibt unverändert. Künftig gelten jedoch strengere Mitwirkungspflichten: Empfänger müssen aktiv nach Arbeit suchen und Angebote annehmen. Wer Termine beim Jobcenter ohne wichtigen Grund versäumt oder die Annahme eines Jobs verweigert, muss mit Kürzungen rechnen bis hin zum vollständigen Wegfall der Zahlungen. Von den verschärften Regeln ausgenommen sind Familien mit Kindern sowie Menschen mit psychischen Erkrankungen. Die neue Grundsicherung soll in den kommenden Monaten in Kraft treten. Was sich mit der Reform konkret ändert, ordnet Mark Schieritz, stellvertretender Ressortleiter im Politikressort der ZEIT, ein.
Im Nordwesten des Iran leben über neun Millionen Kurden, die überwiegend sunnitisch sind und sich von der schiitischen Mehrheit des Landes unterscheiden. Dabei ist die kurdische Gemeinschaft im Iran in mehrere Gruppen unterteilt, die unterschiedliche politische Ziele verfolgen, darunter Autonomie, Menschenrechte und kulturelle Selbstbestimmung. US-Medien berichten, dass die CIA einigen kurdischen Kräften leichte Waffen zur Verfügung gestellt haben soll, um das iranische Regime zu destabilisieren. Konkrete Informationen über Umfang und Einsatz der Waffen gibt es bislang nicht. Die Partei für ein Freies Leben in Kurdistan (PJAK) erklärte, sie werde weder Angriffe auf den Iran durchführen noch das Regime verteidigen, sondern einen dritten Weg verfolgen. Welche Rolle die kurdischen Gruppen im aktuellen Krieg spielen, analysiert ZEIT-Volontär Omid Rezaee im Podcast.
Außerdem im Update: Viele Jugendliche fühlen sich beim neuen Wehrdienst laut der Bundesschülerkonferenz übergangen. Bundesweit sind daher Schülerproteste unter dem Motto „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ angekündigt. Das neue Wehrdienstgesetz, das seit Jahresbeginn gilt, sieht vor, dass alle 18-Jährigen einen Fragebogen zur möglichen Eignung für die Bundeswehr ausfüllen. Männer müssen ihn verpflichtend beantworten, Frauen dürfen. Verteidigungsminister Boris Pistorius betont, der Wehrdienst bleibe erst mal freiwillig.
Nach einem Messerangriff auf einen Touristen am Holocaust-Mahnmal in Berlin ist der Täter zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Der damals 19-jährige syrische Staatsbürger hatte im Februar 2025 einen spanischen Besucher von hinten angegriffen und ihm eine schwere Halsverletzung zugefügt. Das Opfer überlebte nach einer Notoperation. Laut Generalbundesanwalt hatte der Täter zuvor Kontakt zur Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ aufgenommen und sich als Mitglied angeboten.
Und sonst so? Warum wir grenzenlos Chips und Popcorn essen
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Helena Schmidt
Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle
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