Rechtsruck: Die neuen Lager sind nicht sinister und rechts, sondern: Mut und Angst

Es gibt zwei Sorten von politischen Wendepunkten. Die einen erkennt man auf den ersten Blick: Die Wahl Donald Trumps 2016 zum US-Präsident war ein solcher Moment, der Brexit, die Zeitenwenden-Rede von Olaf Scholz. Es gibt aber auch Momente, die erst einmal vorbeiziehen, bevor man im Nachhinein erkennt, dass hier ein herrschendes Prinzip an sein Ende gekommen ist. 

Der 24. Oktober 2024 war so ein Moment der zweiten Sorte. An diesem Tag stellte die strauchelnde Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris eine neue Kampagne vor. Ihre Berater hatten zuvor erkannt, dass ausgerechnet schwarze Männer den Demokraten in Scharen davonliefen und sich dem Mann anschlossen, dessen maßgebliche Forderung „massenhafte Abschiebungen“ lautete. Harris stellte sich also vor die Presse und verkündete: Als Maßnahme zur Stärkung „Schwarzer Communitys“ werde sie sich dafür einsetzen, dass Marihuana legalisiert werde und schwarze Männer besonders an dessen Anbau verdienen dürfen. Überdies werde sie sich für Kryptowährungen einsetzen, weil zwanzig Prozent der schwarzen Männer ihr Geld in Krypto angelegt hätten.

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