Verbraucherschützer prüften die Verkaufstaktiken von 314 Online-Händlern in ihren jeweiligen Ländern. Vielfach verstießen die Portale gegen das EU-Verbraucherrecht und informierten ihre Kundinnen und Kunden am Black Friday und Cyber Monday nicht korrekt.
Behörden haben Sales-Aktionen von Online-Händlern in mehreren Ländern geprüft: In vielen Fällen wurden Kunden an Rabatt-Tagen wie Black Friday und Cyber Monday nicht korrekt informiert oder es wurde irreführender Druck durch Countdown-Timer ausgeübt.
Fast jeder dritte untersuchte Online-Händler hat laut der Europäischen Kommission am Black Friday oder dem Cyber Monday falsch auf Rabatte verwiesen. Das stellten Verbraucherschutzbehörden unter anderem aus Deutschland an den Aktionstagen Ende November beziehungsweise Anfang Dezember 2025 fest. Verbraucherschützer aus 23 EU-Staaten sowie Island und Norwegen prüften die Verkaufstaktiken von ausgewählten Portalen in ihren jeweiligen Ländern – insgesamt 314 Online-Händler.
Solche EU-weiten Untersuchungen, sogenannte Sweeps, werden von der Europäischen Kommission koordiniert und gleichzeitig von den zuständigen nationalen Behörden durchgeführt. Die zuständigen Verbraucherschutzbehörden können nun Maßnahmen gegen die betroffenen Unternehmen ergreifen.
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Diese Länder nahmen teil: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Österreich, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowenien, Spanien, Ungarn, Zypern, Island und Norwegen.
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Bei der Untersuchung sei auch das KI-gestützte Tool der Kommission, EU eLab, zum Einsatz gekommen. Es sei Teil des digitalen Instrumentariums, das den Verbraucherschutzbehörden zur Verfügung steht, heißt es in einer Mitteilung der Kommission zu Sweeps.