„Wie erwartet, hatte Kering einen schwierigen Start ins Jahr“, sagt Kering-CEO François-Henri Pinault:
Der Kering-Konzern hat den Start ins Jahr mit rückläufigen Umsätzen abgeschlossen. Besonders stark ist die Top-Marke Gucci betroffen.
Der Konzernumsatz belief sich im ersten Quartal 2025 auf 3,9 Mrd. Euro und ging sowohl auf berichteter als auch auf vergleichbarer Basis um 14% zurück.
CEO François-Henri Pinault: „Wie erwartet, hatte Kering einen schwierigen Start ins Jahr. In diesem Umfeld konzentrieren wir uns voll und ganz auf die Umsetzung unserer Pläne, um unsere strategischen und finanziellen Ziele zu erreichen und die Positionierung unserer Häuser auf all unseren Märkten zu stärken. Wir erhöhen unsere Wachsamkeit, um den makroökonomischen Gegenwinden, mit denen unsere Branche konfrontiert ist, zu begegnen. Ich bin überzeugt, dass wir gestärkt aus der aktuellen Situation hervorgehen werden.“
Im Blickpunkt: Der neue Gucci-Kreativchef Demna
Der Disruptor
Es ist aktuell der herausforderndste Kreativposten der Branche: Demna soll Gucci als Kreativchef beflügeln.
Die Entwicklung der Marken im Einzelnen
Gucci: Im ersten Quartal 2025 belief sich der Umsatz von Gucci auf 1,6 Mrd. Euro – ein Rückgang um 24% auf berichteter und um 25% auf vergleichbarer Basis. Die Umsätze im eigenen Retail vergleichbarer Basis um 25% zurück. Begründet wird dies mit einer geringen Kundenfrequenz in den Geschäften. Ein „vielversprechender Start“ sei mit der neuen sogenannten „Softbit“-Linie im Bereich Handtaschen gelungen. Die Wholesale-Umsätze gingen auf vergleichbarer Basis um 33% zurück. Erst kürzlich hat Gucci den Designer Demna zum neuen Kreativchef der Marke ernannt.
Yves Saint Laurent: Der Umsatz summiert sich im Quartal auf 679 Mio. – was einem Rückgang von 8% auf berichteter und um 9% auf vergleichbarer Basis entspricht. Im eigenen Einzelhandel sanken die Umsätze im Quartal auf vergleichbarer Basis um 8%, die Wholesale-Umsätze gingen auf vergleichbarer Basis um 24% zurück, während die Lizenzeinnahmen und sonstigen Erlöse stiegen (plus 20% auf vergleichbarer Basis).
Bottega Veneta konnte um 4% auf 405 Mio. Euro wachsen. Die Umsätze im direkt betriebenen Einzelhandelsnetz der Marke stiegen auf vergleichbarer Basis um 7%. Die Umsätze seien in allen Produkt-Kategorien gestiegen, meldet Kering.
Quartalsbilanz
Umsatz von LVMH sinkt
Der französische Luxusgüterkonzern LVMH hat zum Jahresauftakt wegen der Unsicherheiten infolge des Handelskonflikts deutlich weniger umgesetzt.