Der frühere SPÖ-Chef und Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer war Signa-Berater und Aufsichtsratsvorsitzender der beiden Gesellschaften Signa Development und Signa Prime.
4,9 Mio. Euro für Beratung – doch was hat der ehemalige österreichische Kanzler Gusenbauer wirklich für die heute insolvente Signa geleistet? Vor Gericht prallen die Versionen aufeinander.
Signa-Immobilie
Das Alsterhaus soll den Besitzer wechseln
Das luxuriöse Kaufhaus ist eine der bekanntesten Immobilien Hamburgs. Zuletzt gehörte es zu der Signa-Gruppe des gescheiterten Investors Benko. Nun haben sich Käufer gefunden.
Verhaftung
Ex-Signa-CEO Timo Herzberg zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft Berlin
Ex-Signa-Manager Timo Herzberg ist vergangene Woche verhaftet und unter strengen Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Der frühere Deutschland-Chef von Signa soll Geld veruntreut haben. Der Beschuldigte bestätigt Ermittlungen, kann die Vorwürfe aber „nicht nachvollziehen“, wie er der Immobilien Zeitung mitteilt.
Ex-Kanzler als Investoren-Sucher
Gusenbauer stellte das vor Gericht anders dar. Er sei als ehemaliger Politiker „ein öffentliches Aushängeschild der Signa“ gewesen. Er sei wegen seiner Netzwerke und seiner Wirtschaftserfahrung engagiert worden, um neue Investoren an Land zu ziehen und die Signa strategisch zu beraten – etwa rund um die Investition in die deutsche Warenhausgruppe Galeria Kaufhof. Gegen Ende seiner Tätigkeit sei er fast täglich für die Signa aktiv gewesen. Gusenbauer war auch Aufsichtsratsvorsitzender in den wichtigsten Immobiliengesellschaften der Signa.
Signa-Gründer
Benkos Privatstiftung ist pleite
Der Staatsfonds Mubadala hat die gerne als „Schatzkästlein“ titulierte Laura-Privatstiftung aus dem Umfeld von René Benko geknackt. Weil ein Schiedsgericht letztens die Forderungen von Mubadala gegen die Laura-Stiftung anerkannte, ist diese jetzt pleite.
Perspektivwechsel
So hat Tennis-Point den Weg aus der Signa-Insolvenz geschafft
Das Abenteuer Signa wurde für fast alle Beteiligten zum Albtraum. Auch Tennis-Point ist in den Insolvenzstrudel des ehemaligen Benko-Imperiums geraten. Doch Gründer Christian Miele es geschafft, neue Investoren an Bord zu holen. Heute wächst das Unternehmen zweistellig und strotzt vor Selbstbewusstsein.
Nach Angaben einer Gerichtssprecherin wurde am Mittwoch noch kein Urteil erwartet. Gegen Benko werden in diesem Zivilprozess keine Forderungen gestellt. Der ehemalige Milliardär sitzt in Untersuchungshaft und wurde bereits in zwei Prozessen wegen Schädigung von Gläubigern verurteilt. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Weitere Ermittlungen gegen Benko laufen.