Was kann man für die Iranerinnen und Iraner tun, die seit Wochen gegen das islamistische Regime demonstrieren und dabei ihr Leben riskieren? Ihnen aufmunternd zurufen: durchhalten, weiter protestieren? Der Sohn des Schahs tut genau das. Während uns Bilder von überfüllten Leichenhäusern erreichen, sagt Reza Pahlavi aus sicherer Distanz im Ton eines Guerillaführers: „Es geht darum, das Zentrum der Städte zu erobern und zu halten.“ Ausgerechnet der Mann, dessen Vater, das Oberhaupt eines Folterstaates, 1979 bei der ersten scharfen Brise, die ihm entgegenschlug, flüchtete. Das iranische Volk hat viele Erinnerungen an den Schah. Dass er mutig war, daran erinnert es sich nicht.