Angesichts der gewaltsamen Niederschlagung regierungskritischer Proteste im Iran hat auch Großbritannien neue Sanktionen gegen den Iran erlassen. Das Vereinigte Königreich habe Strafmaßnahmen gegen
zehn iranische Verantwortungsträger verhängt, unter ihnen Innenminister Eskandar
Momeni, teilte das britische Außenministerium mit.
Die Betroffenen werden demnach für ihre Rolle bei dem gewaltsamen Vorgehen gegen die Demonstranten bestraft. Unter anderem sehen die Sanktionen das Einfrieren von möglichen Vermögenswerten in Großbritannien und Einreiseverbote vor. Zu den betroffenen Verantwortungsträgern gehören Polizeichefs, Offiziere der Revolutionsgarde und Richter.
USA und EU verhängen ebenfalls Sanktionen gegen Momeni
Außenministerin Yvette Cooper sprach von „extremem Mut“, den die Demonstrierenden im Iran in den vergangenen Wochen angesichts der gegen sie angewendeten „Brutalität und Repression“ gezeigt hätten. Vor Großbritannien hatten bereits die USA und die EU ihre Sanktionen ausgeweitet. Momeni war bereits von beiden sanktioniert worden. Die EU stufte zudem die iranische Revolutionsgarde offiziell als Terrororganisation ein.
Bei den Protesten im Iran, die Ende Dezember begonnen hatten, hatten iranische Einsatzkräfte gewaltsam Tausende Menschen getötet. Schätzungen gehen teilweise von bis zu 25.000 Toten aus. Im Ausland ansässige Nichtregierungsorganisationen werfen den iranischen Einsatzkräften vor, absichtlich auf Demonstranten gezielt zu
haben.