Proteste im Iran: Bundesregierung fordert Deutsche zum Verlassen des Iran auf

Die Bundesregierung hat deutsche Staatsbürger angesichts des gewaltsamen Vorgehens gegen die systemkritischen Proteste im Iran zur Ausreise aus dem Land aufgefordert. „Für deutsche Staatsangehörige besteht die konkrete Gefahr, willkürlich festgenommen, verhört und zu langen Haftstrafen verurteilt zu werden“, hieß es auf der Internetseite des Auswärtigen Amts in Berlin. „Vor allem Doppelstaater, die neben der deutschen auch noch die iranische Staatsangehörigkeit besitzen, sind gefährdet“, wurde gewarnt. 

Seit Wochen demonstrieren im Iran Hunderttausende gegen den autoritären Regierungskurs und das System der Islamischen Republik. Auslöser der Proteste war der Tod der 22 Jahre alten Mahsa Amini. Die Sittenpolizei hatte sie festgenommen, weil sie angeblich gegen die islamischen Kleidungsvorschriften verstoßen haben soll. Die Frau starb Mitte September in Polizeigewahrsam.

Seitdem gehen iranische Sicherheitskräfte auch mit Gewalt gegen die regimekritischen Demonstranten vor. Mindestens 250 Menschen wurden bereits getötet, mehr als 10.000 verhaftet. In Reaktion darauf hatte die EU neue Sanktionen erlassen, unter anderem gegen die iranische Sittenpolizei.

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