Hat auf Marge und Gewinn verzichtet: Giorgio Armani
Vom Schaufenstergestalter zum Designer von Weltruf: Das Leben von Giorgio Armani gleicht einem Hollywood-Film. Jetzt soll es tatsächlich verfilmt werden. Ein Filmproduzent plant mit einem dreistelligen Millionenbudget und hat einen Oscar-prämierten Regisseur gefunden. Doch: Die Familie Armani und das Unternehmen sind wenig begeistert.
Die Mitteilung der Giorgio Armani SpA ist kurz und trocken. Die Gruppe und die Familie Armani seien sich der Existenz des Projekts „Armani: the king of fashion“ von Andrea Iervolino bewusst: „Sie betonen jedoch, dass sie in keiner Weise daran beteiligt waren und dessen Entwicklung oder Umsetzung nicht unterstützt haben.“
Zur Erinnerung: Armanis bewegtes Leben
Er behauptet, dass er Bobby Moresco als Regisseur gewonnen hat. Moresco hat für das Drehbuch des Films „Crash“ den Oscar gewonnen. Iervolino und Moresco kennen sich gut. Sie haben 2022 bereits die Geschichte von Lamborghini verfilmt. Dieses Jahr folgt die von Maserati.
Kurios: Der Armani-Biopic soll weder in Armanis Heimatstadt Piacenza noch in seiner Wirkungsstätte Mailand, sondern in Ungarn gedreht werden. „Ich bin Italien tief verbunden“, sagt Iervolino. Doch die amerikanischen Banken seien „aufgrund bürokratischer Hindernisse“ nicht mehr bereit, Filme in Italien zu finanzieren. „Es ist paradox: Filme, die die Exzellenz Italiens zelebrieren, werden fern ab von Italien produziert“, sagt Iervolino.
Iervolino, der in Cassino in Italien geboren ist und dessen Mutter Kanadierin ist, gilt als Enfant Prodige des italienischen Kinos. Er ist bekannt für Filme wie „Ferrari“ (2023) und „To the Bone“ (2017). Er hat geschätzt über 100 Filme produziert und mit internationalen Stars wie Johnny Depp zusammengearbeitet. Mit Depp hat er den Film „Waiting for the Barbarians“ (2019) realisiert.