Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom hat angekündigt, US-Präsident Donald Trump zu verklagen, nachdem dieser 300 Mitglieder der kalifornischen Nationalgarde in den benachbarten US-Bundesstaat Oregon entsannt haben soll. Die Soldaten sind laut Newsom bereits auf dem Weg nach Portland. „Der Oberbefehlshaber nutzt das US-Militär als politische Waffe gegen amerikanische Bürger“, warf der US-Demokrat dem republikanischen Präsidenten vor. Gegen einen solchen „atemberaubenden Missbrauch von Recht und Macht“ werde er vor Gericht ziehen.
Von der US-Regierung gab es indessen keine offizielle Ankündigung, die dieses Vorgehen bestätigt. Zuvor hatte Trump behauptet, die „Antifa und inländische Terroristen“ hätten Portland verwüstet. Einrichtungen der US-Einwanderungsbehörde ICE seien angegriffen worden. Regierungsvertreterinnen von Oregon und Einwohner von Portland wiesen die Vorwürfe zurück. Trotzdem ordnete Trump an, 200 Mitglieder der
Nationalgarde in Oregon unter Bundeskommando zu stellen. Der Bundesstaat und die Stadt Portland klagten. Daraufhin setzte die von Trump ernannte Bezirksrichterin Karin Immergut die Anordnung des Präsidenten aus.
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