Popstar: Lady Gaga wird 40 – ein Glückwunsch in Bildern


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Für sie ist kein Plateauschuh zu hoch und keine Bühne zu groß: Lady Gaga feiert runden Geburtstag. Blicken wir zurück auf die schrägsten Outfits ihrer Karriere.

Eine Sängerin wie Fiona Apple wollte sie werden, das hübsche Mädchen am Klavier. Allein, gefühlvoll an den Tasten, ohne große Inszenierung. Doch Rob Fusari, ihr erster Musikproduzent, der über eine Demokassette auf Stefani Germanotta aufmerksam wurde, zerschlug diese Träume. Er wollte die große Show, seine Erfolge hatte er mit Whitney Houston und Britney Spears. Fusari soll es auch gewesen sein, der beim Vor-sich-hin-Singen des Queen-Songs „Radio Gaga“ ihren Künstlernamen erfand: Lady Gaga.

Europäisch geprägter Dance- und Electro-Pop im Stil von Kylie Minogue sollte ihr den Durchbruch bringen. Und eine gute Portion Sex, das Schmiermittel im Pop. 2008 bekam Lady Gaga ihren ersten Plattenvertrag. Doch kurz vor der Veröffentlichung ihrer ersten CD wurde sie fallen gelassen. Sie sei von ihrem Aussehen her zu austauschbar. Das merkte sie selbst, als sie sich einen Auftritt beim Lollapalooza Festival in Chicago organisierte: Das Publikum verwechselte sie mit Amy Winehouse.

Lady Gaga war der erste Flatrate-Popstar

Eine Woche später färbte sie sich ihre schwarzen Haare blond. Es war der Beginn der Transformation – aus Stefani Germanotta wurde die Kunstfigur Lady Gaga. Sie bastelte sich eine neue Identität, inspiriert von Grace Jones, Madonna, Isabella Blow und Andy Warhol, dessen Bücher sie überall mit hinschleppte. 

Lady Gaga plünderte die Popgeschichte und baute sich daraus ein neues Leben – das sie seither 24 Stunden täglich lebt: „Du wirst mich niemals in Flip-Flops und Schlabberhose sehen. Selbst wenn ich aus dem Krankenhaus käme, wäre ich Lady Gaga.“ Mitunter wechselt sie bei ihren Konzerten 16-mal das Kostüm.

Natürlich war die Inszenierung, das Spiel mit Identitäten und Rollen, nichts Neues im Pop. Elvis elektrisierte mit seinem Hüftschwung, David Bowie war Ziggy Stardust und Madonna wurde berühmt, weil sie gezielt mit sexuellen Images provozierte. Lady Gaga aber gelang es, dieses Konzept ans digitale Zeitalter anzupassen. 

Sie war der erste Flatrate-Popstar, der in einem permanenten Dialog mit seinen Fans steht, die sie „kleine Monster“ nennt. Sie folgen ihr bei Twitter, bei Facebook, bald hatte sie dort mehr Anhänger als der damalige US-Präsident Barack Obama. 

Kaum zu glauben, dass Lady Gaga seit nunmehr 18 Jahren im Geschäft ist, wirkt sie doch bei jedem Auftritt wieder frisch – was an den vielen wechselnden Looks liegen mag; Lady Gaga erfindet sich ja bis heute immer wieder neu. Sie muss nicht mehr schocken wie einst im Fleischkostüm, sie ist ein etablierter Superstar, der seine Stimme nutzt, um sich für die Rechte der LGBTQ+-Community einzusetzen. Die wird sie an diesem Samstag besonders hochleben lassen: Lady Gaga feiert am 28. März ihren 40. Geburtstag. Wir gratulieren!

Source: stern.de