Pilotenstreik nebst Lufthansa: Hunderte Flüge fliegen aus

Stand: 13.03.2026 • 08:39 Uhr

Der Pilotenstreik bei der Lufthansa dauert an. Auch heute müssen Passagiere von Deutschlands größter Fluggesellschaft mit zahlreichen Ausfällen rechnen, vor allem an den Drehkreuzen Frankfurt und München.

Fluggäste der Lufthansa müssen sich auch am Freitag auf zahlreiche Flugausfälle und Verspätungen einstellen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit setzt ihren Streik bei Deutschlands größter Fluggesellschaft fort. Vor allem an den wichtigen Drehkreuzen Frankfurt und München fallen erneut hunderte Verbindungen aus.

Kernmarke Lufthansa und Cargo betroffen

Nach Angaben der Flughäfen kommt es weiterhin zu erheblichen Einschränkungen im Flugverkehr. Die Lufthansa selbst rechnet erst ab Samstag wieder mit einem regulären Flugplan.

Der Arbeitskampf betrifft vor allem Flüge der Kernmarke Lufthansa sowie der Frachttochter Lufthansa Cargo. Die Gewerkschaft hatte die Pilotinnen und Piloten zu einem zweitägigen Ausstand aufgerufen.

Sonderflugplan für beide Streiktage

Lufthansa hatte für beide Streiktage einen Sonderflugplan vorbereitet. Dabei wollte sie auch größere Flugzeuge und freiwillige Crews einsetzen sowie Lufthansa-Flüge von nicht bestreikten Konzernairlines erledigen lassen. Nach Unternehmensangaben sollte so mindestens die Hälfte der üblichen Flüge stattfinden, bei Langstreckenverbindungen sogar rund 60 Prozent.

Die Vereinigung Cockpit stellt diese Darstellung jedoch infrage. Nach ihren Angaben seien bis zum Donnerstagnachmittag rund 70 Prozent der Flugzeuge am Boden geblieben.

Ausfälle am Donnerstag deutlich spürbar

Am ersten Streiktag kam es bereits zu zahlreichen Flugstreichungen. Am Flughafen Frankfurt fielen am Donnerstag rund 400 der ursprünglich geplanten mehr als 1.160 Starts und Landungen aus. In München wurden etwa 230 von rund 800 Flugbewegungen gestrichen. Ein Großteil der Ausfälle entfiel auf Lufthansa-Flüge.

Cityline-Flüge starten wieder

Am Freitag dürfte die Zahl der Ausfälle etwas sinken. Hintergrund ist das frühere Streikende bei der Lufthansa-Tochter Cityline, deren Beschäftigte nur am Donnerstag zum Ausstand aufgerufen waren. Die Regionalairline verbindet kleinere Flughäfen mit den großen Drehkreuzen.

Während bei Cityline über höhere Gehälter verhandelt wird, geht es im Tarifkonflikt bei Lufthansa und Lufthansa Cargo vor allem um die betriebliche Altersversorgung der Piloten. Die Gewerkschaft erklärte zuletzt, es liege weiterhin kein „verhandlungsfähiges“ Angebot vor und fordert eine Lösung auf Augenhöhe.

Source: tagesschau.de