Viele Menschen haben Angst, pflegebedürftig zu werden und die horrenden Heimkosten nicht bezahlen zu können. Trotzdem hat nur ein winziger Teil der Deutschen eine private Absicherung vor hohen Pflegekosten. Die meisten scheinen das Risiko, pflegebedürftig zu werden, und die damit verbundenen finanziellen Folgen lieber zu verdrängen. Doch trägt die gesetzliche Pflegekasse als Teilkasko nicht alle Kosten.
Reichen die Reserven des Pflegebedürftigen nicht aus, muss das Sozialamt einspringen. Schon heute ist der Anteil der Heimbewohner, die Hilfe zur Pflege in Anspruch nehmen, mit knapp 30 Prozent hoch. Ohne private Vorsorge wird es in Zukunft nicht gehen. Eine Alternative zu den eigenen Ersparnissen sind Pflegezusatzversicherungen. Doch wer vorsorgt, ist hinterher doppelt gekniffen: Entweder zahlt er viele Jahre Versicherungsbeiträge, um die Lücke im Pflegefall zu schließen, oder im Alter mit seinen Ersparnissen.
Eine Zusatzversicherung ist aber oft günstiger als die Kosten für den durchschnittlichen Heimaufenthalt. Der Staat sollte die Vorsorge attraktiver machen. Und die Bürger müssten wissen: Es schläft sich ruhiger, wenn man gewappnet ist.
Source: faz.net