Laut Deutscher Bahn hat der Konzern die Probleme mit fehlendem Personal in Stellwerken inzwischen im Griff. Es seien mehr als 2000 neue Beschäftigte für den Dienst gewonnen worden, so die zuständige DB-Tochter.
Nach jahrelangen Problemen hat die Deutsche Bahn (DB) den Personalmangel in ihren Stellwerken offenbar weitgehend behoben. „Seit Jahresbeginn 2026 konnte die sogenannte leistungswirksame Personalbesetzungsquote in den Stellwerken bundesweit durchschnittlich zu 100 Prozent gesichert werden“, teilte das Unternehmen dem „Tagesspiegel“ mit.
Laut der Bahn könne es zwar noch vereinzelt zu Engpässen kommen, aber im deutschlandweiten Durchschnitt stünden nun wieder ausreichend Fahrdienstleiter zur Verfügung.
2.200 Stellen neu besetzt
Philipp Nagl, der Leiter der für das Schienennetz zuständigen Bahntochter DB InfraGO, verwies darauf, dass das Unternehmen durch Rekrutierung und Übernahme von Auszubildenden bis Dezember 2025 insgesamt rund 2200 neue Kolleginnen und Kollegen für den Stellwerksdienst gewonnen habe.
Fehlende Fahrdienstleiter in den Stellwerken und Betriebszentralen haben in den vergangenen Jahren immer wieder zu Verspätungen und Zugausfällen geführt. Der DB brachte das viel Ärger mit privaten Bahnunternehmen sowie Bahnverbänden ein. Die zuständige Regulierungsbehörde, die Bundesnetzagentur, verhängte mehrfach Zwangsgelder gegen den Konzern, der das staatliche Schienennetz im Auftrag des Bundes verwaltet.
Der Staatskonzern Deutsche Bahn durchläuft derzeit eine umfassende Sanierung. Marode Infrastruktur, ständige Verspätungen und Personalprobleme bestimmen immer wieder die Schlagzeilen über den tief in den roten Zahlen steckenden Konzern. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hatte den schlechten Zustand der Bahn zuletzt sogar als demokratiegefährdend bezeichnet.
Source: tagesschau.de