Das US-Militär hat einen weiteren tödlichen Angriff auf ein Boot im Pazifik bekannt gegeben. Die US-Regierung begründet dies stets mit angeblichem Drogenschmuggel, hat bislang aber keine Beweise dafür vorgelegt. Das Boot sei auf einer bekannten
Schmuggelroute unterwegs gewesen und gehöre zu einer als Terrororganisation
deklarierten Gruppe, teilte das sogenannte Südkommando auf der Plattform X mit.
Zwei Männer seien bei dem Angriff getötet worden.
Damit steigt die Zahl der Getöteten bei US-Angriffen auf
Boote im Pazifik und in der Karibik auf mindestens 107. Seit September greifen
US-Streitkräfte in diesen Gebieten immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler an.
Vorwurf des Verstoßes gegen das Völkerrecht
Die USA werfen Venezuela vor, den Drogenschmuggel in die
Vereinigten Staaten aktiv zu fördern und damit die Sicherheit der USA und ihrer
Bürger zu gefährden. So beschuldigt Trump den venezolanischen Präsidenten
Nicolás Maduro, Drogenbanden zu kontrollieren und gezielt gegen die USA
einzusetzen. Maduro wiederum vermutet hinter dem Vorgehen der USA Pläne zu seinem Sturz.
Die Einsätze stehen in der Kritik von US-Abgeordneten, die
der Regierung vorwerfen, kaum Beweise vorzulegen, dass es sich bei den Zielen
tatsächlich um Drogenschmuggler handelte. UN-Menschenrechtsexperten zufolge
verstößt die US-Regierung mit den Angriffen gegen das Völkerrecht. Sie sprechen
von außergerichtlichen Hinrichtungen, Mord und Kriegsverbrechen.
Am Montag bestätigte Trump einen kürzlichen US-Angriff auf
eine Hafenanlage an einer Küste Venezuelas, an der nach US-Darstellung Boote mit Drogen beladen worden seien. Es
wäre der erste offiziell bekannte Fall, bei dem die USA seit Beginn ihres
Vorgehens gegen die Regierung von Maduro ein Ziel an Land beschossen hätten.