Profi-Boxerin Nina Meinke darf sich weiterhin Weltmeisterin des Verbandes IBF im Federgewicht nennen. Die Berlinerin setzte sich in der Hamburger Fischauktionshalle nach zwölf Runden mit einem klaren Punktsieg gegen Herausforderin Dyana Vargas (Dominikanische Republik) durch und krönte mit ihrer zweiten erfolgreichen Titelverteidigung die Rückkehr in den Ring nach einer langen Verletzungspause. Zudem sicherte sich Meinke mit ihrem Sieg den vakanten Titel der IBO.
Nach ausgeglichenem Beginn hatte Meinke zunehmend die Kontrolle übernommen. Ihre Gegnerin blutete bereits in der dritten Runde aus der Nase und wirkte auch in der Folge deutlich gezeichneter. Vargas jedoch bewies Nehmerqualitäten und konnte ihrerseits ab der neunten Runde einige Treffer setzen. Erst in der Schlussrunde dominierte die Deutsche den Schlagabtausch wieder.
Operation am Rücken
Meinke hatte in der Hansestadt vor eineinhalb Jahren ihren ersten WM-Sieg gefeiert und diesen Titel dann im Mai 2025 verteidigt. Kurz darauf erlitt die Patentochter des Ex-Champions Sven Ottke jedoch einen Bandscheibenvorfall und musste sich einer Operation am Rücken unterziehen. Eine Fortsetzung der Karriere schien daher lange fraglich.
Vor dem Hauptkampf hatte es vier Schwergewichtskämpfe bei den Männern gegeben. Peter Kadiru (Hamburg) gewann seinen Kampf über acht Runden gegen Mauricio Nicolas Barragan (Uruguay) klar nach Punkten. Das Duell zwischen Viktor Jurk (Flensburg) und Emilio Ezequiel Zarate (Argentinien) endete bereits in der zweiten Runde aufgrund der Aufgabe des Südamerikaners.
Die beiden Frauen hatten sich zuvor darauf geeinigt, wie die Männer über zwölfmal drei Minuten zu kämpfen, statt über zehnmal zwei. Meinke dominierte den Kampf dabei über weite Strecken. „Es war ein hartes Jahr“, erzählte die Berlinerin nach dem Fight. „Aber ich habe so ein geiles Team an meiner Seite, das mir geholfen hat, noch stärker zurückzukommen.“
Source: welt.de