Parteivorsitz: SPD-Politiker hinterfragen Doppelrolle von Bas und Klingbeil

Mehrere SPD-Politiker sehen die Doppelfunktion der möglichen neuen Parteispitze mit Skepsis. „Die Sozialdemokratie zu erneuern, ist keine einfache Aufgabe“, sagte Juso-Chef Philipp Türmer dem Spiegel. Es werde noch „erheblich schwerer, wenn Parteivorsitzende gleichzeitig Teil des Bundeskabinetts sind“, sagte er mit Verweis auf Arbeitsministerin Bärbel Bas und Finanzminister Lars Klingbeil, die sich als SPD-Führungsduo zur Wahl stellen wollen.

Parteivorstandsmitglied Sebastian Roloff mahnte, bei einer erfolgreichen Regierungsarbeit dürfe „die Aufarbeitung des Wahlergebnisses und die Situation der SPD ebenso wenig zu kurz kommen wie ein sozialdemokratisches Profil“. Auch der SPD-Abgeordnete Serdar Yüksel äußerte sich skeptisch. „Zwei Minister als Parteivorsitzende: Es ist durchaus eine
Herausforderung, wenn zwei Bundesminister die Partei führen wollen,
insbesondere wenn sie beide große Ministerien leiten“, sagte er dem Nachrichtenportal The Pioneer. „Diese
Doppelbelastung könnte dazu führen, dass sie Schwierigkeiten haben, sich
voll und ganz auf die Parteiarbeit zu konzentrieren.“

Am Vormittag hatte Klingbeil angekündigt, dass er erneut als Co-Vorsitzender antreten und mit Bas die SPD-Doppelspitze bilden wolle. Beide wollen sich auf dem Parteitag Ende Juni zur Wahl stellen. Zuvor hatte die bisherige Co-Chefin Saskia Esken angekündigt, nicht erneut für das Amt zu kandidieren.

Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.

AbgeordneteBasCoDeutschlandEndeEskenKlingbeilKurzLarsMinisterienParteivorsitzPhilippPolitikerSaskiaSebastianSPDTürmerWahl