Die Sozialdemokraten von Regierungschefin Mette Frederiksen gehen aus der Parlamentswahl in Dänemark ersten Prognosen zufolge erneut als stärkste Kraft hervor, könnten aber ein historisch schlechtes Ergebnis einholen. Das linksgerichtete Bündnis von Frederiksen führt zwei Nachwahlbefragungen zufolge vor dem rechten Lager. Keines der beiden Lager dürfte es jedoch zu einer absoluten Mehrheit schaffen. Endergebnisse liegen noch nicht vor.
Der Prognose des Senders DR und Epinion zufolge kommt der linke Block um die Sozialdemokraten auf 83
der 179 Sitze im Parlament, die Rechten auf 79. Eine Prognose von TV2 und Megafon sieht das linke Bündnis bei
86 und das rechte bei 75 Sitzen. Wie und ob Frederiksen das Land eine dritte Amtszeit lang regieren kann, ist deshalb noch nicht sicher.
Die drei bisherigen Regierungsparteien – Sozialdemokraten,
rechtsliberale Venstre und die Partei Moderaterne von Außenminister Lars
Løkke Rasmussen – sind demnach deutlich von einer Mehrheit entfernt.
Aber auch ein klassisches links-grünes Bündnis wäre nach den Prognosen
auf die Unterstützung einer weiteren Partei angewiesen. Die Zentrumspartei dürfte damit entscheidend bei der
Regierungsbildung werden. Alternativ könnten auch die vier
Abgeordneten aus Grönland und den Färöer-Inseln die Mehrheit mitbestimmen.
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