Das gibt es nicht häufig, dass die Helden der eigenen Jugend auch ein halbes Arbeitsleben danach noch wichtige Ansprechpartner sind. Otmar Issing ist so ein Fall. Wer in der 1990er Jahren in Köln Volkswirtschaftlehre studierte, für den waren seine Lehrbücher wie „Einführung in die Geldtheorie“ die ebenso renommierten wie verständlichen Standardwerke. Und jetzt, mehr als dreißig Jahre später, schreibt Issing im hohen Alter gemeinsam mit dem früheren Bundesbankpräsident Jens Weidmann einen klugen Meinungsbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über Eurobonds. Es ist eigentlich unglaublich, dass jemand über so eine lange Zeit hinweg eine geldpolitische Instanz bleiben kann.
Source: faz.net