Ostkongo: Belagert, nicht befreit

„Um drei Uhr nachts habe ich die Wehen gespürt. Aber ich habe mich nicht getraut, ins Krankenhaus zu fahren“, erzählt Malaika Mumbere. Ihren richtigen Namen will sie nicht öffentlich lesen, wie alle, die hier zu Wort kommen. Mumbere lebt im Ostkongo, wo die selbst ernannte Bewegung des 23. März weite Teile der rohstoffreichen und fruchtbaren Provinzen Nord-Kivu und Süd-Kivu besetzt. Die Miliz, auf Französisch kurz M23, schleust ihre Leute als Bürgermeister, Gouverneure, Richter und Aufpasser für jeden Straßenzug ein. Wer sie kritisiert, lebt gefährlich.

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