Erst mal:
Es ist eine ziemlich gute Idee, in den Journalismus im Osten zu investieren.
Das weiß jeder, der mal die Lokalausgabe mancher ostdeutscher Tageszeitungen liest oder sich mit deren Redakteurinnen und Redakteuren
unterhält.
Gut,
das sieht im Westen an manchen Orten nicht anders aus. Aber es ist schon bitter:
Ausgerechnet dort, wo die Demokratieskepsis am größten ist, im Osten, erfährt
man oft auf
lokalen Facebook-Seiten und in der WhatsApp-Gruppe des Sportvereins mehr als
in der Lokalpresse. Politische Meinung gibt es vielerorts frei Haus, in
kostenlosen Anzeigenblättchen, die
halbseidene, manchmal rechtsradikale Verleger in hoher Auflage verbreiten.