Die nach Unabhängigkeit von Somalia und internationaler Anerkennung strebende Region Somaliland will den USA laut einem Regierungsvertreter Zugriff auf ihre Ressourcen und Stützpunkte gewähren. Seine Regierung
sei bereit, den USA „exklusiv“ den Zugang zu seinen Bodenschätzen zu
geben, sagte Präsidialamtsminister Chadar Hussein Abdi der
Nachrichtenagentur AFP. Auch die Militärstützpunkte in Somaliland könnten „für die Vereinigten Staaten geöffnet werden“.
Als erstes Land der Welt hatte Israel Somaliland
im Dezember als unabhängigen Staat anerkannt und damit international
Kritik ausgelöst. Die zum ostafrikanischen Somalia gehörende autonome
Region Somaliland hatte sich 1991 nach
Beginn eines Bürgerkriegs für unabhängig erklärt. Von der somalischen Regierung in
Mogadischu und auch international wird der Schritt jedoch nicht
anerkannt.
USA wollen Somaliland nicht anerkennen
Seine Regierung sei überzeugt, zu einer
Einigung mit den USA gelangen zu können, sagte der Minister weiter. Nach
Israels Anerkennung von Somaliland hatte
sich US-Präsident Donald Trump allerdings ablehnend zu der Frage
geäußert, ob die US-Regierung ebenfalls zu einer Anerkennung bereit sei.
Somaliland liegt an der
nordwestlichen Spitze Somalias am Zugang zum Roten Meer. Die Region
verfügt nach Angaben der dortigen Behörden über Vorkommen an Lithium,
Coltan und anderen stark nachgefragten Rohstoffen. Unabhängige Untersuchungen dazu fehlen bislang allerdings.