„Frauenliebe und -sterben“, so steht’s im Programm der Hamburgischen Staatsoper, und genauer lässt sich das, was der Intendant Tobias Kratzer gerade auf seiner Bühne inszeniert hat, kaum beschreiben, denn die Frauen, sie lieben hier – oder glauben es zumindest; aber sterben, das müssen die meisten. Auch weil die Männer, mit denen sie sich einlassen, egoistische Idioten, Mörder und Gierhälse sind. Dass dieses Einlassen nicht gleichbedeutend mit einer Schuldzuschiebung zulasten der Frauen (oder aber der Männer) ist, davon kündet die Vielschichtigkeit der dafür ausgewählten Musik.
Source: faz.net