OpenClaw: 4 Tipps, wie ihr den autonomen KI-Agenten nutzen könnt

In unserer neusten Folge von Royal GS sprechen Martin und Julian Eyerer sowie Nikita Fahrenholz über OpenClaw. Es geht um Risiken, aber auch um Tipps, wie man das Tool testen kann.

Martin Eyerer (links) und Nikita Fahrenholz sprechen jede Woche im Gründerszene-Podcast Royal GS über Themen aus der Startup-Welt.
Glen David/OpenClaw/Collage: Gründerszene

OpenClaw brachte in den vergangenen Wochen viel Diskussionsstoff in die KI-Bubble. OpenClaw ist ein KI-Agent, der direkt auf dem Computer installiert wird. Anders als ein Chatbot führt der KI-Agent Aufgaben selbstständig durch und handelt ziemlich autonom: Er liest und schreibt E-Mails, organisiert den Kalender und verwaltet Dateien. In der Tech-Szene ging OpenClaw in nur wenigen Tagen viral – und Erfinder Peter Steinberger heuerte direkt bei OpenAI an.

Audio-Player nicht verfügbar

Um eingebettete Audio-Inhalte anzuzeigen, ist deine jederzeit widerrufliche Einwilligung (über den Schalter oder über „Widerruf Tracking und Cookies“ am Seitenende) zur Verarbeitung personenbezogener Daten nötig. Dabei können Daten in Drittländer wie die USA übermittelt werden (Art. 49 Abs. 1 lit. a DSGVO). Mit dem Umschalten auf „an“ stimmst du zu. Weitere Infos findest du in unserer Datenschutzerklärung.

Auch Martin Eyerer (Ex-CEO Factory Berlin, Unternehmer, Techno-DJ) hat OpenClaw ausprobiert. Gemeinsam mit Nikita Fahrenholz (Gründer von Delivery Hero & Fahrengold) und dem Softwareentwickler Julian Eyerer spricht er in der neuesten Folge unseres Podcasts Royal GS über die KI-Agenten von OpenClaw und die schnelle Entwicklung von KI-Tools.

Hört die Folge hier: Spotify und Apple Podcast

OpenClaw unterliegt quasi dem Prinzip des Vibe-Codings: KI-Tools übersetzen einfachen Text in Code. Klingt simpel. Ganz so einfach sei es laut Julian Eyerer dann aber doch nicht. Auch mit Vibe-Coding müsse man verstehen, wie Software strukturell aufgebaut ist und wie Datenbanken aufgesetzt werden müssen. Ansonsten habe man nur „eine schöne Oberfläche“ und nichts dahinter.

Lest auch

Dennoch sparen Unternehmen durch Vibe-Coding viel Zeit und Geld. Im Podcast erzählt Fahrenholz, dass in den Anfangszeiten von Lieferheld 50 Entwickler in Vollzeit arbeiteten. „Jeder kostete 6.000 Euro“, sagt er. „Mit Vibe-Coding zahlst du für ein Minimum Viable Product 10.000 Euro und bist in einer Woche fertig“, sagt Julian Eyerer.

OpenClaw und Risiken

OpenClaw löst also einen gewissen Reiz aus. Einerseits möchte man selbst ausprobieren, welche lästigen Aufgaben der KI-Assistent autonom übernehmen kann, andererseits gibt es viele Diskussionen rund um das Thema Sicherheit.

Denn OpenClaw ist ein kostenloses Open-Source-Tool. Das heißt, der Quellcode ist im Rahmen der Lizenz öffentlich einsehbar und kann verändert werden. Was jedoch Sicherheitsbedenken auslöst, ist, dass das Programm vollen Zugriff auf den Computer und die dortigen Daten hat. Hinzu kommt, dass besonders problematisch sogenannte „Prompt Injections“ sind, wie Julian Eyerer sagt. Dabei wird der KI über manipulierte Inhalte ein neuer Befehl, beziehungsweise Prompt, untergeschoben – zum Beispiel per Mail. Viele Unternehmen verbieten Mitarbeitenden deswegen, OpenClaw auf Arbeitsrechnern zu installieren.

4 Tipps für den Umgang mit OpenClaw

Es gibt aber Wege, wie man OpenClaw testen und Risiken minimieren kann. Julian Eyerer hat hierfür folgende Tipps:

  • Am besten schaffe man sich für OpenClaw zunächst einen neuen oder einen aussortierten Computer an, damit OpenClaw nicht direkt Zugriff auf alle Daten hat.
  • Um erste Erfahrungen mit OpenClaw zu sammeln, biete es sich laut Julian Eyerer aufgrund der Sicherheitslücken an, das Programm auf einem eigenen Server zu hosten. Dafür gibt es bereits Anbieter.
  • Dem Programm zu Beginn keine Schreibrechte für E-Mails oder Rechte auf den Zugang zum Bankkonto geben.
  • OpenClaw Limits setzen: OpenClaw per se ist kostenlos. Interagiert der KI-Agent aber mit anderen KI-Tools, verbraucht er Tokens. Tokens sind quasi produzierte Texteinheiten – und die kosten Geld, was wiederum schnell teuer werden kann. Wenn man laut Julian Eyerer aber dem KI-Agenten eine bestimmte Anzahl von Tokens kauft und ihm diese zur Verfügung stellt, ließen sich die Kosten kontrollieren. Macht man das nicht, holt sich der KI-Agent so viele Tokens, wie er braucht, um die Aufgaben zu erledigen.

Bei der Frage, welche Daten man OpenClaw anvertrauen möchte, könne laut Julian Eyerer ein Gedanke helfen: „OpenClaw kann ein Verhalten an den Tag legen wie ein Dreijähriger“, sagt er. Wichtig sei, sich viel über den KI-Assistenten zu informieren und vorsichtig damit im Alltag umzugehen.

Lest auch

Alle Folgen im Überblick

Audio-Player nicht verfügbar

Um eingebettete Audio-Inhalte anzuzeigen, ist deine jederzeit widerrufliche Einwilligung (über den Schalter oder über „Widerruf Tracking und Cookies“ am Seitenende) zur Verarbeitung personenbezogener Daten nötig. Dabei können Daten in Drittländer wie die USA übermittelt werden (Art. 49 Abs. 1 lit. a DSGVO). Mit dem Umschalten auf „an“ stimmst du zu. Weitere Infos findest du in unserer Datenschutzerklärung.

Source: businessinsider.de