Ein ICE ist auf der Strecke Berlin-München liegen geblieben. Nach Angaben der Bahn riss am Mittag eine Oberleitung bei Zahna in Sachsen-Anhalt. Der Zug auf dem Weg von Berlin nach Halle sei außerhalb eines Bahnhofs zum Stehen gekommen.
Die betroffenen Fahrgäste sollen in Bussen weitertransportiert werden. Ein Ersatzzug könne wegen abgeschalteten Stroms nicht eingesetzt werden. Nach Angaben mehrere Medien fiel die Oberleitung direkt auf den ICE – eine Sprecherin der Bahn wollte diese Angaben zunächst nicht bestätigen. Auch die von mehreren Medien genannte Zahl von 600 Reisenden in dem Zug bestätigte die Sprecherin nicht.
Zwei Fahrgäste wurden leicht verletzt, weil durch die gerissene Leitung an einer Stelle im Zug Scheiben zu Bruch gingen. Mehrere Personen seien durch Glassplitter verletzt worden. Sanitäter hätten noch am Nachmittag verletzte Personen im Zug versorgt.
Nach Informationen der „Bild“ mussten die Reisenden über mehrere Stunden im Zug ausharren. „Wir sitzen seit 3,5 Stunden fest. Ohne Strom. Es ist heiß“, sagte eine Reisende der Zeitung. Mehrere Menschen seien bereits umgekippt. Die Oberleitung soll demnach kurz vor 12 Uhr auf den fahrenden Zug gestürzt sein. Seitdem gebe es auch keinen Strom im Zug, die Klimaanlage sei ausgefallen. Auch die Toiletten könnten seit Stunden nicht mehr benutzt werden.
Züge zwischen Berlin-Halle-Leipzig werden aktuell über Dessau und Wiesenburg umgeleitet. Dadurch kommt es laut Bahn zu Verspätungen von rund 40 Minuten. Der Halt Lutherstadt Wittenberg entfällt, Ersatzhalt ist Dessau.
Source: welt.de