Nordrhein-Westfalen: Designierte Bürgermeisterin von Herdecke durch Messerstiche zerrissen

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll es einen Angriff auf Iris Stalzer (SPD) gegeben haben, die neu gewählte Bürgermeisterin von Herdecke in Nordrhein-Westfalen. Die Nachrichtenagentur dpa berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise, dass Stalzer lebensgefährlich verletzt in ihrer Wohnung aufgefunden worden sei. Sie habe mehrere Messerstiche erlitten.

Der WDR berichtet, dass über den oder die Täter bislang nichts bekannt sei. Der Angriff habe sich vor dem Wohnhaus der Politikerin ereignet. Die Hintergründe seien unklar.

Die zuständige Polizei Hagen bestätigte auf Anfrage der ZEIT, dass in Herdecke derzeit ein größerer Polizeieinsatz laufe. Details nannte ein Sprecher nicht.

Bundeskanzler Merz spricht von „abscheulicher Tat“

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) äußerte sich auf dem Portal X zu dem Vorfall. „Uns erreicht eine Nachricht über eine abscheuliche Tat aus Herdecke“, schrieb Merz. Diese müsse schnell aufgeklärt werden. „Wir bangen um das Leben der designierten Bürgermeisterin Iris Stalzer und hoffen auf vollständige Genesung. Meine Gedanken sind bei ihrer Familie und ihren Angehörigen.“

Auch der Generalsekretär der SPD in Nordrhein-Westfalen, Frederick Cordes, äußerte sich betroffen.  „Die Nachrichten aus Herdecke
erschüttern uns. Unsere Gedanken sind bei Iris Stalzer und ihrer
Familie. Unser Dank gilt allen Rettungs- und Einsatzkräften, die im
Einsatz waren und sind“, sagte Cordes. 

Die 57-jährige SPD-Politikerin war bei der
Stichwahl am 28. September mit 52,2 Prozent der Stimmen zur
Bürgermeisterin der 22.500-Einwohner-Stadt im Ruhrgebiet gewählt worden.
Laut ihrer Homepage ist die Rechtsanwältin verheiratet und Mutter von
zwei Kindern im Teenageralter.

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