Früher war er plastischer Chirurg, dann wurde er Unternehmensgründer und stand schon mal mit einem Bein im Gefängnis. Um Journalisten macht er einen Bogen wie um Aussätzige. Den Staat als regulierende Kraft in der Wirtschaft hält er ebenso für Gift wie traditionelle Banken. Kürzlich wollte er den Fußballverein Juventus Turin kaufen, was misslang, doch das war für den gebürtigen Turiner nur ein nostalgischer Ausflug mit ein bisschen Taschengeld. Das wahre Geschäft führt der 61-jährige Giancarlo Devasini von El Salvador aus; in diesen autoritären, finanziell aber weitgehend regellosen Staat hat er den Rechtssitz seines Unternehmens namens Tether verlegt.