Neuer Vorsitzender welcher Bischofskonferenz: Der Überraschungssieger

Es ist Montagabend dieser Woche, 22:27 Uhr. Wie ein von innen beleuchtetes Aquarium liegt das Burkardus-Haus hinter dem Würzburger Dom im Dunkel der fränkischen Altstadt. Werden hier gerade letzte Absprachen getroffen, ist heute bereits die Entscheidung gefallen?

Die folgenden zwölf Stunden von Würzburg verlaufen selbst nach den Maßstäben einer Kirche, die ein Konklave kennt, verblüffend. Zum obersten Repräsentanten von immer noch knapp 20 Millionen Katholiken in Deutschland wird am Dienstagmittag ein Mann mit einer Vita gewählt, als sei er der kleine Bruder des neuen Papstes Leo XIV. Gleichzeitig hat die Neuwahl das Zeug, eine produktive Unruhe in die lähmende Selbstblockade der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) zu tragen, dieser sehr deutschen Hybrid-Organisation aus Glaube und Politik, Rechts und Links, Rom und Berlin.

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