Bei Regen ist es Isabelle Müller gelegentlich schon passiert, dass sie ihr Haus im Vorbeifahren übersehen hat. Denn wenn es in Schnüren regnet, scheint der am Waldrand stehende Bau mit seiner Fassade aus grauer Lärche in der Kulisse aufzugehen. Umso präsenter ist er im strahlenden Sonnenlicht. Dann fällt der Neubau mit seiner eigenwilligen Form sofort auf.
Ein fünfeckiges Haus in Hanglage mit insgesamt 245 Quadratmeter Wohnfläche – das darf man durchaus als architektonisches Statement verstehen: Schaut her, so kann man auch bauen – ein privates Refugium, aber mehr als ein Einfamilienhaus. Ein zeitgemäßer Ort zum Wohnen und Arbeiten, aber mit so wenig Technik wie nötig und mit so vielen natürlichen und regionalen Baustoffen wie möglich.
„Wenn du mit natürlichen Materialien schaffst, musst du eine gewisse Unregelmäßigkeit akzeptieren.“
MICHAEL WELLE, Architekt