Gates, Trump, Clinton, Musk – viele Prominente hatten mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein Kontakt. Was sie mit ihm schrieben und er über sie dachte, legen Millionen neue Akten offen.
Prominente, Unternehmer und Politiker auf der ganzen Welt haben von Jeffrey Epstein profitiert. Er gab ihnen Geld für Projekte, vermittelte Kontakte zu Politikern und Geschäftsleuten und lud sie zu exklusiven Reisen und Partys ein, manches Mal mit Aufenthalt in seinen Immobilien in New York, Florida, Paris oder auf seinen Privatinseln.
Die Epstein-Akten zeigen: In den E-Mails und Chatverläufen sind Politik, Geschäfte und Privates eng verwoben. Oft geht es in den Schriftwechseln thematisch hin und her, die Vermittlung sexueller Kontakte eingeschlossen.
Das amerikanische Justizministerium hat nun in einer letzten Tranche massenhaft Dokumente veröffentlicht. Es ist ein gigantisches Sammelsurium aus Kontoauszügen, Mails, Chats, Fotos und Videos. Oft ist unklar, in welchem Kontext diese Dokumente entstanden sind. Absender und Adressaten sind in vielen Fällen geschwärzt. In anderen Fällen wurden Fotos und Namen von Opfern unzensiert veröffentlicht.
Dutzende junge Frauen und Minderjährige wurden Opfer Epsteins und seines Missbrauchsrings, den er mit seiner Komplizin Ghislaine Maxwell über Jahre lang geführt hatte. Der Finanzier aus New York wurde erstmals 2008 wegen Anstiftung zur Prostitution einer Minderjährigen verurteilt und 2019 wegen des Betreibens eines Missbrauchsrings angeklagt. Epstein kam im Gefängnis zu Tode, bevor es zu einer Verurteilung kam. Offizielle Todesursache: Suizid.
In den Dokumenten tauchen Prominente wie Bill Gates, Donald Trump, Bill Clinton und Elon Musk auf. Alle weisen zurück, etwas mit dem sexuellen Missbrauch an Mädchen und jungen Frauen zu tun gehabt zu haben. Und doch hielten einige von ihnen Freundschaften mit Epstein aufrecht, nachdem Berichte ihn weithin als mutmaßlichen Missbrauchstäter bekannt gemacht hatten. Gegen keine dieser Personen ist im Zusammenhang mit den Ermittlungen Anklage erhoben worden.
Source: faz.net