Netanjahu sieht „zunehmend Hinweise“ uff Chameneis Tod – Berichte extra Foto von Leiche

Nur zwei Tage nach einer weiteren Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran über das umstrittene Atomprogramm haben Israel und die USA im Iran angegriffen. Der Iran reagierte mit heftigen Gegenschlägen. Israelischen Medien zufolge wurde auch das geistliche Oberhaupt des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, bei Beschuss getötet. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig ⁠überprüfen:

Alle Ereignisse rund um den Angriff auf den Iran im Liveticker:

21:04 Uhr – Netanjahu sieht „zunehmend Hinweise“ auf Chameneis Tod – Berichte über Foto von Leiche

Irans geistliches Oberhaupt, Ajatollah Ali Chamenei, ist Medienberichten zufolge tot. Chameneis Leiche sei gefunden worden, berichten unter anderem mehrere israelische Medien sowie die Nachrichtenagentur Reuters. Israelischen Sendern zufolge wurde ein Foto der Leiche US-Präsident Donald Trump und Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu gezeigt.

Netanjahu hatte zuvor in einer TV-Ansprache gesagt, es gebe „zunehmend Hinweise“ darauf, dass Irans geistliches Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei „nicht mehr ist.“ Man habe Chameneis Anwesen zerstört, sagte Netanjahu zudem. Von dem zerstörten Areal gibt es bereits ein Satellitenbild.

19:55 Uhr – Kallas setzt Sondersitzung der EU-Mitgliedsstaaten an

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat eine außerordentliche Sitzung der EU-Mitgliedstaaten für Sonntag angesetzt. „Ich werde am Sonntag eine außerordentliche Sitzung des Rates für Auswärtige Angelegenheiten per Videokonferenz einberufen, um über den Iran und die sich rasch entwickelnden Ereignisse im Nahen Osten zu beraten“, erklärte Kallas im Onlinedienst X.

„Die wahllosen Angriffe des iranischen Regimes auf seine Nachbarn bergen die Gefahr, die Region in einen größeren Krieg zu ziehen, und wir verurteilen dies“, fügte die EU-Außenbeauftragte hinzu.

19:07 Uhr – Iranischer Halbmond: Mehr als 200 Tote durch Angriffe

In iranischen Medien werden Opferzahlen genannt: Bei den US-israelischen Angriffen auf 24 Provinzen seien 201 Menschen getötet und 747 verletzt worden, heißt es unter Berufung auf den Roten Halbmond.

18:51 Uhr – US-Demokraten kritisieren „illegalen“ Angriff im Iran – Republikaner unterstützen Trump

Die US-israelischen Luftangriffe auf den Iran haben in den USA geteilte Reaktionen ausgelöst: „Heute sieht sich der Iran mit den schwerwiegenden Folgen seiner bösartigen Handlungen konfrontiert“, erklärte der republikanische Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson. Dazu zähle „Terrorismus“ sowie die anhaltenden atomaren Ambitionen der iranischen Führung. „Wir beten für die Sicherheit unserer tapferen Soldaten und unserer Verbündeten, die an dem Militäreinsatz ‚Epischer Zorn‘ beteiligt sind.“

Der demokratische Senator Ed Markey verurteilte Trumps Angriffsbefehl auf den Iran derweil als „illegal und verfassungswidrig“. Der Anführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, forderte eine Unterrichtung des Kongresses über den Militäreinsatz durch die Trump-Regierung. „Das amerikanische Volk will keinen weiteren endlosen und kostspieligen Krieg im Nahen Osten, wenn es zu Hause so viele Probleme gibt“, erklärte Schumer.

18:32 Uhr – Iran: Dutzende Schülerinnen bei Raketenangriff getötet

Bei einem Raketenangriff im Süden Irans sind nach iranischen Angaben mindestens 85 Schülerinnen ums Leben gekommen. Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Mehr als weitere 90 Schülerinnen seien verletzt worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

18:03 Uhr – Seefahrtbehörde: Berichte über Schließung der Straße von Hormus

Bei der britischen Behörde für den Seehandel (UKMTO) laufen nach deren Angaben Berichte über eine Schließung der Straße von Hormus ein. Mehrere Schiffe im Golf hätten Meldungen über eine Sperrung der für den Ölhandel wichtigen Meerenge empfangen, teilt die UKMTO mit. Eine Bestätigung aus dem Iran liegt bislang nicht vor. Die Nachrichtenagentur Reuters hat unter Berufung auf Händlerkreise gemeldet, dass einige große Ölkonzerne und Händler ihre Transporte durch das Nadelöhr ausgesetzt hätten. Die Meerenge ist Teil einer der wichtigsten Handelsschifffahrtsrouten der Welt.

17:55 Uhr – Demos in deutschen Städten – weniger Teilnehmer als erwartet in Berlin

Zahlreiche Menschen haben in mehreren deutschen Städten gegen die Führung in Teheran demonstriert. In Frankfurt versammelten sich die Demonstranten zunächst zu einer Kundgebung auf dem Goetheplatz in der Innenstadt – dann zogen sie zum Römerberg. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer und Teilnehmerinnen zunächst auf rund 1300, später dann auf rund 2000. Eine Rednerin bedankte sich unter dem Applaus der Zuhörer und Zuhörerinnen für die Intervention der USA.

In Berlin nahmen nach Angaben der Polizei rund 1600 Menschen an einer Demonstration teil. Ursprünglich waren 3000 Teilnehmer zur Demonstration für „Freiheit für Iran“ angemeldet. Die Kundgebung startete am Nachmittag am Potsdamer Platz und sollte am Brandenburger Tor enden.

17:51 Uhr – Iranischer Außenminister wendet sich mit Brief an UN-Sicherheitsrat – „kriminelle Aggression“

Irans Außenminister Abbas Araghtschi betont in einem Brief an den UN-Sicherheitsrat das nach Artikel 51 der UN‑Charta verankerte Recht seines Landes auf Selbstverteidigung. Die Streitkräfte der Islamischen Republik würden alle notwendigen Verteidigungsfähigkeiten und Mittel einsetzen, um dieser „kriminellen Aggression“ zu begegnen und feindliche Handlungen abzuschrecken. Der Iran betrachte alle Stützpunkte, Einrichtungen und Vermögenswerte der feindlichen Kräfte als legitime militärische Ziele.

17:44 Uhr – Merz kritisiert Iran, ruft zu Verhandlungslösung auf

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den Iran zu einem sofortigen Ende der Militärangriffe auf Ziele in der Region aufgefordert. In einer am Samstagabend verbreiteten Erklärung rief der Kanzler den Iran „nachdrücklich dazu auf, sofort die militärischen Schläge gegen Israel und unsere anderen Partner in der Region einzustellen“. Der Iran müsse zudem „auch andere destabilisierende Aktivitäten in der Region und darüber hinaus unterlassen“ sowie „die Gewalt gegen die eigene Bevölkerung beenden“.

17:41 Uhr – Hisbollah verspricht Solidarität mit Iran

Die Hisbollah-Miliz im Libanon hat den Verbündeten in Teheran ihre Solidarität zugesagt. Die USA und Israel würden von der Konfrontation „nichts außer Versagen ernten“, teilte das Medienbüro der schiitischen Organisation mit. Die Folgen der „verräterischen Gewalt“ der USA und Israels würden sich auf die gesamte Region auswirken.

Die Hisbollah im Libanon wird vom Iran unterstützt und gilt als einer der stärksten nicht staatlichen Akteure weltweit. Auch nach dem jüngsten Krieg mit Israel, in dem die Miliz stark geschwächt wurde, soll sie noch über Zehntausende Kämpfer und große militärische Fähigkeiten verfügen.

17:10 Uhr – Armeevertreter Israels: hochrangige Personen im Iran getötet

Israelischen Angaben zufolge sind im Iran drei Orte gleichzeitig angegriffen worden, an denen Versammlungen der iranischen Führung stattgefunden haben sollen. Dabei seien mehrere hochrangige und für die „Führung des Regimes“ bedeutende Personen getötet worden, teilte ein Vertreter der israelischen Armee mit. Mehr Details zu den Todesopfern wurden nicht genannt. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

16:41 Uhr – Berichte: Hotel in Dubai getroffen

In Dubai ist nach WELT-Informationen ein Hotel durch Beschuss getroffen worden. Zuvor war am Himmel über der bei Touristen beliebten Metropole in den Vereinigten Arabischen Emiraten bereits die Flugabwehr aktiv. An dem Luxushotel auf der künstlichen Insel Palm Dschumaira brach ein Feuer aus. Videos von Augenzeugen zeigten einen Brand an der Einfahrt des Hotels, das für seine Lage direkt am Wasser bekannt ist.

Über dem Gebäude stiegen schwarze Rauchwolken auf. Es war unklar, ob an dem Hotel eine mutmaßlich iranische Rakete einschlug oder ob etwa Trümmerteile nach dem Abschuss einer Rakete niedergingen und diese einen Brand auslöste. Der Zivilschutz teilte mit, das Feuer sei unter Kontrolle. Vier Menschen seien verletzt worden.

16:24 Uhr – Berichte: Raketentreffer in Tel Aviv

Bei einem iranischen Raketenangriff ist nach israelischen Medienberichten mindestens ein Gebäude im Großraum Tel Aviv getroffen worden. Das Nachrichtenportal „ynet“ berichtete, es handele sich um ein Haus in Bnei Brak bei Tel Aviv. Dabei seien auch Menschen zu Schaden gekommen. Dafür gab es zunächst keine offizielle Bestätigung.

Nach einem anderen Bericht wurde auch ein Haus in dem Ort Rosch Haajin getroffen. Der Rettungsdienst Magen David Adom berichtete, Einsatzkräfte seien unterwegs zu möglichen Einschlagsorten. Am frühen Abend (Ortszeit) berichtete der Rettungsdienst, es habe bisher keine Todesfälle gebeten. Die Arbeiten an weiteren Einschlagsorten wurden fortgesetzt.

16:21 Uhr – Auswärtiges Amt verschärft Reisehinweise für gesamte Region

Das Auswärtige Amt hat seine Reise- und Sicherheitshinweise für die gesamte Region verschärft. Für Bahrain, Irak, Israel, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabische Emirate wurde eine Reisewarnung ausgesprochen, wie nach Beratungen des Krisenstabs der Regierung aus dem Ministerium verlautete. Zusätzlich wurden Deutsche aufgefordert, den Libanon zu verlassen – für den Iran galt dies bereits.

16:15 Uhr – Iranischer Außenminister: Alle hochrangigen Vertreter des Landes leben

Das iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei hat nach Worten des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi die israelisch-amerikanischen Luftangriffe überlebt. Chamenei sei „soweit ich weiß“ noch am Leben, sagte der Minister im Gespräch mit dem US-Sender NBC News. Kurz darauf wurde er zudem mit der Aussage zitiert, alle hochrangigen Vertreter des Landes seien noch am Leben.

16:14 Uhr – China „sehr besorgt“ wegen Angriff auf Iran

China gibt sich „sehr besorgt“ wegen der Luftschläge auf iranisches Gebiet und fordert ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen. Das postete das chinesische Außenministerium auf der Plattform X. Die „Souveränität, Sicherheit und territoriale Integrität“ des Landes „muss respektiert werden“, heißt es dort. Man fordere „ein sofortiges Ende der Militäraktionen, keine weitere Eskalation der angespannten Situation“ – stattdessen müsse die Diplomatie in den Vordergrund rücken.

16:10 Uhr – Irans Behörden rufen per SMS zum Verlassen von Teheran auf

Die iranischen Behörden rufen die Einwohner Teherans per SMS dazu auf, die Hauptstadt zu verlassen.

15:59 Uhr – Merz telefoniert mit Netanjahu

Bundeskanzler Friedrich Merz hat nach Angaben eines Sprechers mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu telefoniert. Es habe im Laufe des Tages insgesamt „sehr viele Koordinierungstelefonate“ gegeben, teilte der Regierungssprecher in Berlin mit.

15:34 Uhr – Irans Außenminister: Halten an Recht zu Uran-Anreicherung fest

Der iranische Außenminister hält ein Abkommen zur Garantie eines friedlichen Atomprogramms weiterhin für möglich. Teheran werde jedoch nicht auf seine Rechte verzichten, einschließlich der Uran-Anreicherung, sagt er. Mit Blick auf die US-Angriffe räumt er den Verlust von „einem oder zwei Kommandeuren“ ein. Fast alle Regierungsvertreter seien jedoch in Sicherheit. Zudem sagt er, der Iran verfüge nicht über militärische Mittel, das US-Festland direkt anzugreifen.

Zugleich räumt er ein, noch keinen genauen Überblick über die Schäden an den eigenen Raketenstellungen zu haben. Auf diplomatischer Ebene habe er sich bereits mit seinem russischen Amtskollegen sowie Vertretern aus der Türkei, Pakistan, Saudi-Arabien und Kuwait ausgetauscht.

Aktuell gebe es keinen direkten Draht nach Washington, der Iran sei aber an einer Deeskalation interessiert. Voraussetzung für Verhandlungen sei jedoch ein Ende der Angriffe. „Wenn die USA reden wollen, wissen sie, wie sie uns erreichen können.“

15:25 Uhr – Autobahn in Teheran wird zu einer Einbahnstraße

Die iranischen Behörden haben eine Autobahn in Teheran zu einer Einbahnstraße gemacht, weil nach den Angriffen der USA und Israels so viele Menschen aus der Hauptstadt fliehen. Alle Fahrspuren der Autobahn, die Teheran mit dem Norden des Landes verbindet, seien nur in eine Richtung geöffnet – heraus aus der Stadt –, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Zuvor hatte der iranische Sicherheitsrat der Bevölkerung geraten, aus Teheran zu fliehen.

15:23 Uhr – Irans Außenminister: Verlust von Kommandeuren „kein großes Problem“

Der iranische Außenminister verurteilt den Angriff der USA und Israels als illegal und unprovoziert. In einem Interview mit dem Sender NBC News räumte er zugleich Verluste in den eigenen Reihen ein: „Wir haben vielleicht ein paar Kommandeure verloren, aber das ist kein so großes Problem.“ Das Vorgehen Teherans sei ein legitimer Akt der Selbstverteidigung. Man benötige keine Hilfe von außen, um sich zu schützen.

15:10 Uhr – Berichte: Amtssitz von Chamenei zerstört

Bei den israelisch-amerikanischen Luftangriffen ist Berichten zufolge der Amtssitz von Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei bombardiert worden. Ein vom iranischen Nachrichtenkanal Sabrin-News veröffentlichtes Satellitenfoto zeigte das vollständig zerstörte Areal des als „Beyt“ bekannten Hochsicherheitsbereichs in der Hauptstadt Teheran. Auch Bewohner in Teheran berichteten davon.

Ob sich Chamenei zum Zeitpunkt der Attacke dort aufhielt, ist unklar. Er hatte sich in den vergangenen Wochen angesichts der militärischen Spannungen selten in der Öffentlichkeit gezeigt. Der iranische Staat dürfte dessen Sicherheit zur obersten Priorität gemacht haben. Wo er sich zuletzt aufhielt, ist nicht bekannt. Chamenei steht an der politischen und religiösen Spitze des Landes und ist zugleich Oberbefehlshaber der Streitkräfte.

15:08 Uhr – Kreise bestätigen gezielte Angriffe auf iranische Führung

Israel hat bei seinen Angriffen auf den Iran gezielt die Führung der islamischen Republik attackiert. Das bestätigten zwei mit der Militäroperation vertraute Personen am Samstag der Nachrichtenagentur AP. Ob dabei auch eine dieser Führungspersonen getötet wurde, sagten sie nicht.

14:41 Uhr – Saudi-Arabien und die VAE rücken zusammen

Angesichts der iranischen Angriffe rücken Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) nach deren Angaben wieder enger zusammen. Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman habe mit dem Präsidenten der VAE, Scheich Mohammed bin Sajed al-Nahjan, telefoniert und ihm seine volle Solidarität bekundet.

14:30 Uhr – Kuwait: Mehrere Raketen auf US-Stützpunkt abgefangen

Die kuwaitischen Streitkräfte haben nach Angaben der Regierung mehrere ballistische Raketen abgefangen, die auf den US-Luftwaffenstützpunkt Ali Al-Salem in dem Golfstaat abgefeuert wurden. In dem kleinen Staat Kuwait am Persischen Golf liegen wichtige Basen der US-Armee und der US-Luftwaffe. Nach US-Angaben sind im Land rund 13.500 US-Truppen stationiert.

14:12 Uhr – Raketenabwehr in Dubai im Einsatz

Der Krieg gegen den Iran sorgt auch in der Metropole Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten für Panik. Über der Stadt sei am Nachmittag das Donnern der Raketenabwehr zu hören gewesen, berichten Reporter der Nachrichtenagentur AP.

Es habe mindestens eine Explosion gegeben, nachdem eine Abwehrrakete abgefeuert worden sei, sagen sie. In der Hauptstadt Abu Dhabi war zuvor bereits eine Person bei einem iranischen Raketenangriff von Trümmerteilen getötet worden, wie die staatliche Nachrichtenagentur WAM berichtet.

14:11 Uhr – Bericht: Vier Tote bei iranischem Raketenangriff in Syrien

Die Zahl der Toten nach den Gegenangriffen Irans auf Israel und US-Militäreinrichtungen am Persischen Golf ist Medienberichten zufolge weiter gestiegen. Vier Menschen seien in der Stadt Suweida im Süden Syriens ums Leben gekommen, berichtet das syrische Staatsfernsehen.

13:55 Uhr – Großbritannien: Iran darf keine Atomwaffen besitzen

Großbritannien betont, dass der Iran niemals Atomwaffen entwickeln dürfe. Großbritannien sei bereit, seine Interessen zu verteidigen, teilt die Regierung in London mit. Aus Regierungskreisen verlautet zudem, Großbritannien habe sich nicht an den Militärschlägen beteiligt. Premierminister Keir Starmer habe eine Krisensitzung abgehalten und werde im Anschluss mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und Bundeskanzler Friedrich Merz telefonieren.

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13:53 Uhr – Iran: Zweite Raketenwelle auf Israel gefeuert

Die iranischen Streitkräfte beginnen nach eigenen Angaben mit einer zweiten Raketenwelle auf Israel. Erneut seien ballistische Raketen auf die „besetzten Gebiete“ gefeuert worden, berichtet der staatliche Rundfunk. Gemeint ist damit israelisches Staatsgebiet, das der Iran nicht offiziell anerkennt.

13:51 Uhr – Irans Außenminister spricht von illegalem Krieg

Irans Außenminister Abbas Araghtschi verurteilt die Angriffe auf sein Land scharf. Es handele sich um einen Krieg, der „völlig unprovoziert, illegal und unrechtmäßig“ sei, schreibt der Minister auf X. „Unsere mächtigen Streitkräfte sind auf diesen Tag vorbereitet und werden den Aggressoren die Lektion erteilen, die sie verdienen“, fügte er hinzu.

13:47 Uhr – Insider: Türkei berät mit Staaten in Nahost

Der türkische Außenminister Hakan Fidan spricht mit seinen Amtskollegen aus der Region über die Lage. Fidan habe unter anderem mit den Ministern aus dem Iran, dem Irak, Saudi-Arabien, Katar, Syrien und Ägypten telefoniert, sagt ein Insider aus dem Außenministerium in Ankara. Auch mit dem indonesischen Außenminister habe er gesprochen. Ziel sei es, Schritte zur Beendigung der Kampfhandlungen zu finden.

13:40 Uhr – Insider: Ölkonzerne setzen Lieferungen durch Straße von Hormus aus

Einige große Ölkonzerne und Handelshäuser setzen wegen des Angriffs auf den Iran ihre Öl- und Treibstofflieferungen durch die Straße von Hormus aus. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von vier Händlern. „Unsere Schiffe werden für mehrere Tage stillliegen“, sagt ein leitender Manager eines großen Handelshauses.

13:31 Uhr – Hamsterkäufe im Iran

Nach dem Beginn der Angriffe versuchen die Menschen dort, sich mit dem Nötigsten einzudecken. Im Norden der Hauptstadt Teheran erleben Supermärkte Medienberichten zufolge einen Ansturm von Kunden, die Brot und Wasserflaschen kaufen wollten. Allerdings seien die Artikel, ebenso wie Eier und Milch, in einigen Geschäften nicht mehr zu bekommen.

13:24 Uhr – Israel: Bereits hunderte militärische Ziele im Iran angegriffen

Die israelischen Streitkräfte setzen nach eigenen Angaben ihre Angriffe auf militärische Ziele im Iran fort. Die Armee habe „hunderte iranische Militärziele, darunter Raketenabschussvorrichtungen im Westen Irans, angegriffen“, teilen die Streitkräfte mit. Auch würden „Bedrohungen identifiziert und abgefangen, die vom Iran in Richtung Staat Israel abgefeuert werden“.

13:23 Uhr – Katar: Dritte Angriffswelle abgewehrt

Der Iran hat offenbar mehrmals den wichtigen US-Verbündeten Katar angegriffen. Man habe eine „dritte Angriffswelle“ erfolgreich abgewehrt, teilt das katarische Verteidigungsministerium mit. Diese habe auf „mehrere Gegenden“ in dem kleinen Staat am Persischen Golf gezielt. Größere Schäden oder Opfer gab es ersten Berichten zufolge aber nicht.

Auch die Vereinigten Arabischen Emirate berichteten von einer weiteren Angriffswelle. Dabei seien mehrere iranische Raketen abgewehrt worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. In mehreren Gegenden der Metropole Abu Dhabi seien Trümmerteile niedergegangen. Schäden habe es nicht gegeben. Zuvor hatten die Emirate ein Todesopfer in Abu Dhabi gemeldet, nachdem dort Trümmerteile einer Rakete vom Himmel gefallen waren.

In Saudi-Arabien wurde Anwohnern zufolge eine mutmaßlich iranische Rakete abgefangen. Im Südosten der Hauptstadt Riad, wo rund 2000 US-Truppen an einem Luftwaffenstützpunkt stationiert sind, sei eine Rakete abgefangen worden, sagten Anwohner der Deutschen Presse-Agentur heute. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.

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13:13 Uhr – Israel ruft Notstand aus

Israel ruft nach den iranischen Raketenangriffen den Notstand aus. Verteidigungsminister Israel Katz warnt die Bevölkerung vor weiteren Angriffen mit Raketen und Drohnen. Öffentliche Versammlungen sind verboten, Schulen und Arbeitsstätten geschlossen. Krankenhäuser verlegen Patienten in unterirdische Schutzräume. Das Militär hat Zehntausende Reservisten einberufen, um unter anderem die Grenzen zu verstärken. Die Polizei rät von nicht notwendigen Fahrten ab.

12:43 Uhr – „Bin seit anderthalb Stunden im Bunker“

12:39 Uhr – Bericht: 40 Tote bei Angriff auf Mädchenschule im Iran

Nach einem Angriff auf eine Mädchenschule im Süden des Irans ist die Zahl der Todesopfer iranischen Medien zufolge weiter gestiegen. Mindestens 40 Schülerinnen seien dort ums Leben gekommen, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Irna.

12:32 Uhr – Bitcoin fällt unter 64.000 Dollar

Bitcoin und andere Kryptowährungen sind stark gefallen, nachdem die USA und Israel mit Angriffen auf Ziele im Iran begonnen hatten, was zu Turbulenzen bei risikoreichen Anlagen führte.

Bitcoin fiel um bis zu 3,8 % auf 63.038 Dollar, bevor es sich um 6 Uhr morgens in New York bei etwa 64.000 Dollar stabilisierte. Ether, der zweitgrößte Token, fiel um bis zu 4,5 % auf 1.836 US-Dollar. Nach Angaben von CoinGecko verlor der Marktwert digitaler Vermögenswerte unmittelbar nach Bekanntwerden der Nachricht rund 128 Milliarden US-Dollar.

12:31 Uhr – Kreise: Angriffe auf Iran dürften mehrere Tage andauern

Die Angriffe auf den Iran dürften noch mehrere Tage andauern. Das sagt eine mit den militärischen Plänen vertraute Person der Nachrichtenagentur AP. Die Operation sei von den USA und Israel monatelang geplant und abgesprochen worden, sagt die Gewährsperson, die anonym bleiben wollte, weil sie nicht zur Weitergabe dieser Informationen befugt war.

12:28 Uhr – Kiewer Außenministerium: Stehen an der Seite des iranischen Volks

Die Ukraine betont ihre Unterstützung für das iranische Volk. Die iranische Führung habe Möglichkeiten für Diplomatie ignoriert, teilt das Kiewer Außenministerium auf der Plattform X mit. Der Grund für die derzeitigen Ereignisse sei die Gewalt und Willkür der iranischen Führung, insbesondere die Tötungen und Repressionen gegen friedliche Demonstranten, die in den letzten Monaten besonders groß geworden seien.

12:25 Uhr – Berliner Polizei mobilisiert mehr Beamte

Die Berliner Polizei mobilisiert nach der jüngsten Eskalation in Nahost mehr Einsatzkräfte in der deutschen Hauptstadt. Mit Blick auf eine für den Nachmittag angekündigte Iran-Demonstration in Berlin-Mitte sowie für die gesamte Lage in Berlin seien vorsorglich Einsatzkräfte mobilisiert worden, sagt eine Sprecherin der Polizei.

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12:22 Uhr – Iranische Medien berichten von Angriffen in vielen Landesteilen

Die iranischen Staatsmedien haben Angriffe im ganzen Land bestätigt. Neben der Hauptstadt Teheran seien auch Ziele in Isfahan, Schiras und Tabris getroffen worden, berichten iranische Medien. Detonationen wurden auch aus mehreren Städten im Westen des Iran sowie aus Hafenstädten am Persischen Golf gemeldet, die für den Ölhandel des Iran von entscheidender Bedeutung sind, darunter Assaluje.

12:15 Uhr – Iran: Zahl der Todesopfer in Mädchenschule auf 24 gestiegen

Bei einem Raketenangriff im Süden Irans ist die Zahl der getöteten Schülerinnen in einer Grundschule nach iranischen Angaben auf mindestens 24 gestiegen. Der staatliche Rundfunk bezieht sich bei seiner Meldung auf den Landrat in dem betroffenen Kreis Minab.

12:04 Uhr – Russland: Rückkehr zur Diplomatie im Iran-Konflikt nötig

Russland fordert eine sofortige Rückkehr zu einer politischen und diplomatischen Lösung. Die internationale Gemeinschaft müsse diese „verantwortungslosen Handlungen“ objektiv bewerten, teilt das Außenministerium in Moskau mit. Besondere Sorge bereite die Serie destabilisierender Schläge, die die USA in den vergangenen Monaten gegen die Grundlagen der Weltordnung geführt hätten. Russland sei weiterhin bereit, bei der Suche nach friedlichen Lösungen auf Basis des Völkerrechts zu vermitteln.

Reuters/dpa/AFP/AP/jm/säd

Source: welt.de

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