Nebel macht den Unterschied – Mainz feiert Befreiungsschlag im Tabellenkeller

Die Nachbarn Mainz und Eintracht Frankfurt liefern sich in der Bundesliga einen offenen Schlagabtausch. Die Eintracht kassiert nicht nur ein spätes Tor, sondern muss sich auch Sorgen um einen Nationalspieler machen.

Der FSV Mainz 05 hat mit einem späten Sieg im Rhein-Main-Derby gegen Eintracht Frankfurt einen weiteren Befreiungsschlag im Abstiegskampf der Bundesliga gelandet. Beim 2:1 avancierte Paul Nebel mit einem Doppelschlag in der 6. und 89. Minute zum Matchwinner und sorgte drei Tage nach dem Einzug ins Viertelfinale der Conference League erneut für großen Jubel bei den Rheinhessen, die sich mit nun 30 Punkten im Tabellenkeller etwas Luft verschafften.

Die Frankfurter, für die Nathaniel Brown (20.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich traf, büßten durch die Pleite weiter an Boden im Kampf um die internationalen Startplätze ein. Der Nationalspieler konnte die Partie wegen einer Fußverletzung nicht beenden. Ob seine Reise zur DFB-Auswahl gefährdet ist, war zunächst offen.

Bei der erstmaligen Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte durfte Eintracht-Stürmer Jonathan Burkardt, der von 2014 bis 2025 elf Jahre lang das Mainzer Trikot getragen hatte, von Beginn an ran. Der 25-Jährige blieb jedoch im gesamten Spiel blass. Zudem ersetzte Arthur Theate bei seinem Comeback nach einer Knieverletzung den gesperrten Robin Koch.

Götze fliegt aus dem Kader der Eintracht

Dagegen stand Mario Götze nicht einmal im Kader. Der 33-Jährige, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, saß schon in den vergangenen beiden Spielen nur auf der Bank und wurde von Neu-Trainer Albert Riera für das Mainz-Spiel nun sogar ganz aus dem Aufgebot gestrichen. „Wir kennen seine Qualitäten. Aber für dieses Spiel habe ich andere ausgewählt. Mario war nicht bei 100 Prozent“, sagte Riera vor dem Anpfiff bei DAZN zur Ausbootung von Götze.

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Als es dann losging, wurden die Gäste kalt erwischt. Nach einem feinen Zuspiel von Sheraldo Becker traf Nebel mit einem Rechtsschuss zur frühen Führung für die Mainzer. Rückkehrer Theate fälschte den Ball dabei unhaltbar für Eintracht-Torwart Michael Zetterer ab.

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Wirkung hinterließ der Rückstand aber nicht bei der Eintracht, die mit dem ersten gefährlichen Angriff zum Ausgleich kam. Auf Vorarbeit von Jean-Matteo Bahoya traf Brown per Direktabnahme.

Frankfurter Sorgen um Brown und Collins

In der weitgehenden ausgeglichenen Partie wirkte Mainz in der Offensive etwas zielstrebiger und kam durch Becker (37.) zu einer weiteren guten Chance, die Zetterer vereitelte.

Nach dem Wechsel blieb Brown angeschlagen in der Kabine. Der Defensivspieler hatte bereits nach zwölf Minuten eine Blessur erlitten, als ihm der Mainzer Kaishu Sano unglücklich auf den Fuß fiel. Nach gut einer Stunde humpelte dann auch noch Rechtsverteidiger Nnamdi Collins verletzt vom Feld.

Kurz zuvor hatte Fares Chaibi die Führung für die Gäste verpasst, als er mit einem Kopfball am stark reagierenden Batz scheiterte. Der Mainz-Keeper rettete später noch einmal stark gegen Ritsu Doan. Weil Becker auf der Gegenseite nur den Innenpfosten traf, sah es lange nach einem Remis aus. Doch Nebel staubte kurz vor Ende zum 2:1 ab.

Source: welt.de

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