Mit Locken ist das so eine Sache. Sie verknoten leicht, aber beim Kämmen verlieren sie ihre Form. Sie brauchen ständig Feuchtigkeit, werden beim Trocknen ein Drittel kürzer, und jede Strähne entscheidet scheinbar eigenständig, in welche Richtung sie fallen will. Bei Anna Dominik dauerte es fast zwei Jahrzehnte, bis sie sich mit den Haaren auf ihrem Kopf wohlfühlte. Denn sie hat Afrolocken – und eine Mutter, die in Dominiks Kindheit nicht wusste, wie sie sich um die Haare ihrer Tochter kümmern sollte. „Ich wollte meine Haare damals am liebsten ganz abschneiden, so verzweifelt war ich“, sagt die 20-Jährige.