Nato: Nato-Chef reist zu Gesprächen mit Donald Trump in die USA

Nato-Generalsekretär Mark Rutte reist in der kommenden Woche für Gespräche mit US-Präsident Donald Trump
nach Washington, D. C. Der Besuch in der US-Hauptstadt sei bereits
seit längerer Zeit geplant gewesen, sagte Ruttes Sprecherin Allison Hart in Brüssel. Details zum Programm sollen in
den kommenden Tagen bekanntgegeben werden.

Für Rutte dürfte
das Treffen mit Trump eine Gelegenheit sein, sich im bündnisinternen
Streit um den Irankrieg um Entspannung zu bemühen. Trump hatte sich
zuletzt extrem verärgert darüber gezeigt, dass Alliierte auf Distanz zur
militärischen Intervention der USA in der Islamischen Republik gehen
und sich während des Kriegs auch nicht an einem möglichen Militäreinsatz
zur Absicherung von Öl- und Gastransporten durch die Straße von Hormus
beteiligen wollen.

Erneute Austritts-Drohungen

In seiner Fernsehansprache zum Irankrieg am Abend sprach Trump anders als von ihm angekündigt seine Unzufriedenheit mit den Nato-Verbündeten nicht an. Vor der Rede hatte er erneut damit gedroht, dass die USA aus der Nato austreten könnten. Er denke schon länger über die US-Mitgliedschaft nach, sagte er der britischen Zeitung The Telegraph. Er habe schon ‌lange Zweifel an ​der Glaubwürdigkeit des Bündnisses. US-Außenminister Marco Rubio hatte am Dienstag in einem Interview dem Senders Fox News gesagt, es gebe keinen Zweifel daran, dass die USA die Beziehung „nach Abschluss dieses Konflikts neu bewerten“ müsse. 

Weitere Themen der Beratungen dürften die
andauernden Bemühungen um ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen
die Ukraine sowie der im Sommer anstehende Nato-Gipfel in der Türkei
sein. Bei dem Spitzentreffen in Ankara soll es erneut darum gehen,
die Lastenteilung im Militärbündnis fairer zu gestalten. Trump fordert, dass die Europäer künftig mehr Verantwortung für ihre
eigene Verteidigung übernehmen.

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