Internet auch in abgelegenen Regionen – das verspricht der Satellitendienst Starlink von Elon Musk. Auch im südlichen Afrika will er Märkte erschließen. Doch mit Namibia verweigert ihm bereits das zweite Land dort die Lizenz.
Eigentlich ist Namibia für Internet per Satellit wie gemacht. In dem äußerst dünn besiedelten Land mit einer Fläche knapp zweieinhalb Mal so groß wie Deutschland sind kabelgestützte Telekommunikationsnetze nur schwer aufzubauen.
Allerdings hat die namibische Regulierungsbehörde den Antrag des Satellitendienstes Starlink des Multimilliardärs Elon Musk auf Erteilung einer Betriebserlaubnis abgelehnt.
Die Entscheidung wurde jetzt im Amtsblatt des Landes veröffentlicht, ohne detaillierte Begründung. Ausschlaggebend dürfte die Eigentumsstruktur gewesen sein. Namibia verlangt, dass mindestens 51 Prozent von Telekommunikationsunternehmen in lokaler Hand sein müssen.
Starlink will keine Anteile abgeben
Starlink aber ist ein US-Konzern und will keine Anteile seiner regionalen Tochtergesellschaften abgeben. Dem Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung hatte Namibias Regierung eine Absage erteilt.
Für Elon Musk ist das der zweite herbe Rückschlag im südlichen Afrika. Zwar hat Starlink in Ländern wie Sambia oder Lesotho erfolgreich Lizenzen beantragt. Der mit Abstand wichtigste Markt aber bleibt dem Unternehmen versperrt. Denn auch Südafrika verweigert die Zulassung, weil Starlink die Vorgaben für lokale Beteiligungen nicht erfüllt, mit denen das Land der schwarzen Bevölkerungsmehrheit eine bessere wirtschaftliche Teilhabe ermöglichen will.
Musk spricht von offenem Rassismus
Musk kritisiert diese Regelung immer wieder als „offen rassistisch“. In seinem Kurzmitteilungsdienst X schrieb er zuletzt, ihm werde die Lizenz für Starlink in Südafrika verweigert, weil er nicht schwarz sei.
Die namibische Regulierungsbehörde hatte Starlink Ende 2024 vorgeworfen, seine Dienste anzubieten, ohne eine Genehmigung dafür zu haben. Daraufhin wurden Geräte beschlagnahmt und Verbraucher davor gewarnt, Starlink-Terminals zu kaufen.
Source: tagesschau.de