Nahost-Liveblog: ++ Tankerstau vor dieser Straße von Hormus ++


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Stand: 01.03.2026 • 13:50 Uhr

Vor der Straße von Hormus stauen sich mindestens 150 Frachtschiffe, darunter viele Öl- und Gastanker. Irans Hauptstadt Teheran ist von einer großen Explosion erschüttert worden.

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:

13:50 Uhr

Israel: Sechs Tote bei iranischen Raketenangriffen

Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel sind nach israelischen TV-Angaben mindestens sechs Menschen getötet worden. Nach Angaben des Senders N12 kamen sie beim Einschlag einer Rakete in einem Gebäude in der Stadt Beit Schemesch ums Leben. Weitere Menschen erlitten Verletzungen. Die Stadt liegt westlich von Jerusalem. Auch Einwohner von Tel Aviv berichteten von lauten Explosionen bei den neuen Raketenangriffen.

13:48 Uhr

Israels Staatsflugzeug zum Berliner Flughafen gebracht

Israels Staatsflugzeug ist nach Beginn des Kriegs gegen Iran zum Berliner Flughafen BER gebracht worden. Es parkt dort auf dem Rollfeld, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur dpa beobachtete. Nach Daten des Luftverkehr-Portals Flightradar24 war die Maschine am frühen gestrigen Nachmittag in Israel gestartet und kreiste dann stundenlang über dem Mittelmeer, bevor sie nach Deutschland flog und am Abend am BER landete.

Der Flughafen BER äußerte sich auf Anfrage nicht zum Aufenthalt des Fliegers, auch die israelische Botschaft reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage. Bereits bei früheren Konflikten war die Maschine nach israelischen Medienberichten zum Schutz vor Raketenangriffen außer Landes gebracht worden.

13:43 Uhr

Zypern weist Berichte über iranische Raketen zurück

Die Regierung der Inselrepublik Zypern hat Berichte zurückgewiesen, wonach iranische Raketen in Richtung der EU-Mittelmeerinsel abgefeuert wurden. Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis schrieb auf der Plattform X, entsprechende Darstellungen träfen nicht zu.

Zuvor hatte der britische Verteidigungsminister John Healey vor der Gefahr „zunehmend wahlloser iranischer Vergeltungsangriffe“ gewarnt. Dem britischen Sender Sky News sagte er, es seien zwei iranische Raketen in Richtung Zypern abgefeuert worden.

13:18 Uhr

Hisbollah-Miliz will sich „Aggression entgegenstellen“

Nach den Angriffen Israels und der USA auf Iran hat die Hisbollah-Miliz im Libanon geschworen, sich der „Aggression“ entgegenzustellen. „Wir werden unsere Pflicht wahrnehmen, uns der Aggression entgegenzustellen“, erklärte der Anführer der pro-iranischen Schiiten-Miliz, Naim Kassem. „Was auch immer die Opfer sind, wir werden (…) das Feld der Ehre und des Widerstands nicht verlassen.“

Die von Teheran unterstützte Miliz hat seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf Iran am Samstag nicht eingegriffen. Für den heutige Nachmittag ist im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut aber eine Unterstützungskundgebung geplant. Die Hisbollah will auch Trauerbekundungen für den bei den Angriffen getöteten obersten Führer Irans, Ayatollah Ali Chamenei, organisieren. Die Regierung in Beirut hatte gestern erklärt, der Libanon wolle nicht in den Konflikt hineingezogen werden.

13:13 Uhr

Massiver Stau von Öltankern vor Straße von Hormus

Mindestens 150 Tanker, darunter Rohöl- und Flüssiggasschiffe, haben in den offenen Gewässern vor der Straße von Hormus zwischen Iran und Oman den Anker geworfen. Dutzende weitere liegen auf der anderen Seite der Meerenge fest, wie aus einer Auswertung der Nachrichtenagentur Reuters von Daten der Plattform MarineTraffic hervorgeht. Die Schiffe stauen sich vor den Küsten der großen Ölproduzenten Irak und Saudi-Arabien sowie vor Katar.

13:09 Uhr

Exil-Iraner feiern Anschläge

Nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran ist es weltweit zu Demonstrationen gegen das Regime in Teheran gekommen. In Berlin nahmen mehrere Personen an einem Protest unter dem Motto „Stoppt Hinrichtungen im Iran und Solidarität mit den Bürgerprotesten im Iran“ an der iranischen Botschaft teil. Auch in Tokio und im australischen Canberra protestierten Exil-Iraner vor der iranischen Botschaft. In Sydney und Melbourne feierten einige Tausend Demonstranten die Angriffe.

Bereits gestern hatten in Berlin etwa 1.600 Menschen im Zentrum gegen das iranische Regime protestiert. Laut einigen Berichten in sozialen Medien ist es auch in Teheran nach den Angriffen zu Sympathiebekundungen gekommen.

In Australien (hier Sydney) feierten Exil-Iraner die US-amerikanischen und israelischen Angiffe auf Iran.

12:24 Uhr

Israel: Dutzende iranische Raketenabschussrampen zerstört

Seit Beginn der Angriffe auf Iran hat die israelische Armee nach eigenen Angaben Dutzende Raketenabschussrampen zerstört. Ein israelischer Armeesprecher sagte, zu Beginn des letzten Kriegs gegen den Iran im vergangenen Juni habe Teheran über gut 3.000 ballistische Raketen verfügt. Dieses Arsenal sei damals etwa halbiert worden. „Inzwischen haben sie es wieder aufgefüllt, sodass es nun wieder bei rund 2.500 liegt – und die Zahl steigt“, sagte der Militärsprecher. Seit Beginn des jüngsten Schlagabtauschs habe Iran Hunderte Raketen auf Israel sowie andere Länder in der Region abgefeuert.

Teheran strebe danach, ein deutlich größeres Arsenal aufzubauen, sagte er. Er nannte die Zahl von rund 8.000 ballistischen Raketen. Ein Ziel der gegenwärtigen Operation sei, dies zu verhindern. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

12:11 Uhr

Putin nennt Tötung Chameneis „zynischen Mord“

Der russische Präsident Wladimir Putin kondoliert seinem iranischen Kollegen Massud Peseschkian zum Tod von Ajatollah Ali Chamenei. Putin bezeichne die Tötung als „zynischen Mord“, meldet die Nachrichtenagentur Tass. Dies sei eine Verletzung aller Normen der menschlichen Moral und des Völkerrechts.

12:09 Uhr

China: Tötung Chameneis und Angriffe inakzeptabel

Chinas Außenminister Wang Yi hat die Angriffe der USA und Israels auf Iran als inakzeptabel verurteilt. In einem Telefonat mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow kritisiert er laut der Nachrichtenagentur Xinhua besonders, dass die Attacken während laufender Verhandlungen stattgefunden hätten. Die „unverhohlene Tötung“ eines souveränen Staatsoberhaupts und die Anstiftung zum Regimewechsel seien nicht hinnehmbar. Peking fordere ein sofortiges Ende der Militäraktionen und eine Rückkehr zum Dialog.

12:07 Uhr

Israel weist Schuld an Angriff auf iranische Schule zurück

Israel hat eine Verantwortung für einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran zurückgewiesen. Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna hatte berichtet, bei einem Raketenangriff im Süden des Landes seien mehr als 100 Schülerinnen ums Leben gekommen. Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan.

„Zu diesem Zeitpunkt sind uns keine israelischen oder amerikanischen Angriffe dort bekannt“, sagte der israelische Militärsprecher Nadav Schoschani. „Ich weiß, dass die Amerikaner nachprüfen, ich weiß, dass wir nachprüfen“, ergänzte der Sprecher. Man sei in der Lage gewesen, 40 Personen auszuschalten, „auf sehr präzise Weise, mehr als Tausend Meilen entfernt“, sagte Schoschani offenbar mit Blick auf die Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei. Dies könnten nicht viele Armeen auf der Welt, und es bedeute, „dass wir extrem präzise operieren“. Die Angaben beider Kriegsparteien lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

12:02 Uhr

Hapag-Lloyd stoppt alle Fahrten durch Straße von Hormus

Die Reederei Hapag-Lloyd setzt bis auf Weiteres alle Fahrten durch die Straße von Hormus aus. Grund sei die sich entwickelnde Sicherheitslage in der Region, teilt der Hamburger Konzern mit.

Zuvor hatte bereits der Verband Deutscher Reeder (VDR) mitgeteilt, dass in vielen Unternehmen Krisensitzungen liefen. Schiffe würden – wo immer möglich – aus Gefahrenzonen herausgeführt, umgeleitet oder warteten außerhalb der Risikogebiete auf neue Anweisungen. „Die aktuelle Eskalation trifft das Herz globaler Seehandelsrouten und auch die Schiffe deutscher Reedereien, vor allem aber die Menschen an Bord, unmittelbar“, sagte Martin Kröger, Hauptgeschäftsführer des VDR. „Für viele unserer Mitgliedsunternehmen ist dies eine akute operative Krise, keine abstrakte geopolitische Entwicklung.“

Laut dem Verband Deutscher Reeder trifft die aktuelle Eskalation im Nahen Osten „das Herz globaler Seehandelsrouten“.

11:39 Uhr

London warnt vor „wahllosen“ iranischen Angriffen

Der britische Verteidigungsminister John Healey warnt vor der Gefahr von „zunehmend wahllosen iranischen Vergeltungsangriffen“. Es seien zwei Raketen Richtung Zypern abgefeuert worden. Er glaube nicht, dass sie gezielt auf Zypern gerichtet gewesen seien, sagte Healey dem Sender Sky News. Es sei aber ein Beispiel dafür, dass es eine „sehr reale (…) Bedrohung durch ein Regime“ gebe, das in der gesamten Region weit um sich schlage.

Großbritannien beteiligt sich im Nahen Osten an einem defensiven Militäreinsatz, wie Premierminister Keir Starmer bereits am Samstag mitgeteilt hatte. Healey erläuterte, dass britische Flugzeuge Drohnen und Raketen abschießen würden, wenn sie diese sähen.

11:18 Uhr

Ajatollah Arafi in Führungsrat berufen

Der Geistliche Aliresa Arafi wird der iranischen Nachrichtenagentur Isna zufolge in den iranischen Führungsrat berufen. Das Gremium nehme die Aufgaben des Obersten Führers wahr, bis der Expertenrat einen Nachfolger des getöteten Ayatollah Ali Chamenei gewählt habe. Arafi bilde zusammen mit Präsident Massud Peseschkian und Justizchef Gholamhossein Mohseni Edschei die vorübergehende Staatsspitze in Iran.

10:57 Uhr

Röttgen: „Erhebliche Schwächung des Regimes“

Der Außenpolitiker und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU im Bundestag, Norbert Röttgen, mit einer Einschätzung zum Machtgefüge in Iran nach den Angriffen Israels und den USA.

Der wichtigste Sinn dieser Militäroperation sei es, dass sie eine Chance auf Befreiung für ein „geknechtetes, großes Volk bietet“, so Röttgen. Darauf müsse die Kriegsführung ausgerichtet sein, indem sie sich auf die Schwächung und Ausschaltung des Regimes konzentriere und Zivilisten schone. Außerdem müsse das iranische Volk unterstützt werden.

10:44 Uhr

Vereinigte Arabische Emirate warnen Iran

Ein Berater des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate hat Angriffe Irans auf Golfstaaten als Reaktion auf Luftangriffe der USA und Israels kritisiert. „Ihr Krieg richtet sich nicht gegen Ihre Nachbarn“, teilte Anwar Gargasch auf der Plattform X mit. „Kehren Sie zur Vernunft zurück, zu Ihrer Umgebung und gehen Sie mit Ihren Nachbarn mit Vernunft und Verantwortungsbewusstsein um, bevor sich der Kreis der Isolation und Eskalation ausweitet.“

Die Vereinigten Arabischen Emirate waren zuvor mit iranischen Raketen und Drohnen beschossen worden. Betroffen war vor allem Dubai. In Abu Dhabi wurden nach Angaben der Regierung eine Frau und deren Kind von Teilen einer abgefangenen Drohne leicht verletzt.

10:39 Uhr

Irans Präsident: Tötung Chameneis ist „Kriegserklärung an Muslime“

Irans Präsident Massud Peseschkian hat die Tötung des geistlichen Oberhaupts Ayatollah Ali Chamenei bei US-israelischen Angriffen als eine „Kriegserklärung an die Muslime“ bezeichnet. Die „Ermordung“ Chameneis werde als „offene Kriegserklärung an die Muslime und insbesondere an die Schiiten überall auf der Welt wahrgenommen“, sagte Peseschkian in einer Fernsehansprache. Iran betrachte es als „seine legitime Pflicht und sein Recht, sich an den Tätern und Drahtziehern dieses historischen Verbrechens zu rächen“, fügte er hinzu.

10:30 Uhr

Israel: 20.000 Reservisten zur Unterstützung der Zivilbevölkerung

Angesichts der iranischen Gegenangriffe hat das israelische Heimatfront-Kommando rund 20.000 Reservisten zur Unterstützung der Zivilbevölkerung mobilisiert. Sie hätten sich in den vergangenen 24 Stunden dem Heimatfront-Kommando angeschlossen, erklärte die zentrale Koordinationsstelle der israelischen Zivilverteidigung.

10:24 Uhr

Oman meldet Angriff auf Öltanker in Straße von Hormus

Oman hat einen Angriff auf einen Öltanker in der Straße von Hormus gemeldet. Dabei seien vier Menschen an Bord der „Skylight“ verletzt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Oman News Agency. Der betroffene Öltanker sei unter Flagge Palaus gefahren. Die Besatzungsmitglieder seien Inder und Iraner. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb ist noch unklar.

Der Iran soll aber per Radio mit Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus gedroht haben, nachdem die USA und Israel das Land angegriffen hatten.

10:04 Uhr

Zwei Verletzte in Dubai

In Dubai in den Vereinigten Arabischen Emirate sind bei der Abwehr von Drohnenangriffen zwei Menschen verletzt worden. Trümmerteile seien in die Höfe von zwei Wohnhäusern gefallen, teilte das Medienbüro von Dubai laut der Nachrichtenagentur dpa mit. Explosionsgeräusche in der Stadt seien auf Abfangraketen zurückzuführen, hieß es weiter.

Bereits gestern war es im Zuge der aktuellen Eskalation zu einem Feuer am bekannten Luxushotel Burj al Arab gekommen. In Behördenangaben war von einem „kleinen Brand“ die Rede. Ein Video zeigte aber, dass es an der Außenwand des mehr als 300 Meter hohen Wolkenkratzers über mehrere Stockwerke hinweg brannte.

09:59 Uhr

Drohnenangriff im Oman

Der Handelshafen von Dukm im Oman ist mit zwei Drohnen angegriffen worden. Eine der Drohnen habe eine Arbeiterunterkunft getroffen, wobei ein ausländischer Arbeiter verletzt worden sei, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Oman News Agency unter Berufung auf Sicherheitsquellen. Die zweite Drohne sei in der Nähe von Treibstofftanks abgestürzt. Die Regierung des Oman verurteilte den Angriff. Bereits gestern hatte Teheran mehrfach US-Militärstützpunkte in der Region attackiert.

Zuvor hatte die iranische Armee gemeldet, neue Angriffe auf US-Militärstützpunkte in der Golfregion geflogen zu haben. „Vor wenigen Minuten haben Piloten der Luftstreitkräfte der Islamischen Republik Iran in mehreren Operationsphasen erfolgreich US-Stützpunkte in den Ländern am Persischen Golf und in der Region Kurdistan im Irak bombardiert“, erklärte die iranische Armee im Staatsfernsehen.

09:50 Uhr

Große Explosion in Teheran: Israel greift Stadtzentrum an

Eine gewaltige Explosion hat die iranische Hauptstadt Teheran erschüttert. Über der Stadt stieg eine riesige Rauchwolke auf, der Boden bebte. Die Detonation schien sich in einem Viertel zu ereignen, in dem sich die Zentralen der iranischen Polizei und des iranischen Staatsfernsehens befinden. Das israelische Militär teilte mit, es würden Ziele in der Innenstadt beschossen. Das Militär habe gestern den Weg nach Teheran freigemacht, hieß es.

09:44 Uhr

Atomenergiebehörde setzt Sondersitzung an

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat als Reaktion auf die massiven Angriffe der USA und Israels auf Iran – die sich auch gegen das Atomprogramm der Islamischen Republik richten – für morgen eine Sondersitzung angesetzt. Die UN-Behörde mit Sitz in Wien teilte mit, die Sitzung sei auf Antrag Russlands einberufen worden, einem wichtigen Verbündeten Teherans. Iran hatte gestern in einem Brief an IAEA-Chef Rafael Grossi ebenfalls eine Sondersitzung zu den Angriffen gefordert.

09:36 Uhr

US-Medienbericht: CIA half beim Aufspüren Chameneis

Der US-Auslandsgeheimdienst CIA hat laut einem Bericht der New York Times eine wichtige Rolle vor dem Angriff auf Irans obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei gespielt. Die US-Zeitung berichtete unter Berufung auf mehrere nicht genannte Personen, die mit dem Einsatz vertraut sein sollen, der Auslandsgeheimdienst habe Chamenei über Monate verfolgt und dabei Kenntnisse über seine Aufenthaltsorte und Gewohnheiten erlangt.

Die CIA soll erfahren haben, dass am Samstagmorgen in einem Gebäudekomplex im Herzen Teherans ein Treffen hochrangiger iranischer Offizieller stattfinden sollte und sich Chamenei dort aufhalten würde. Daraufhin sollen die USA und Israel den Zeitpunkt ihrer Angriffe auf den Iran angepasst haben. Ursprünglich sei laut dem Zeitungsbericht geplant gewesen, nachts anzugreifen.

09:14 Uhr

Tote bei Angriff auf US-Konsulat in Pakistan

Bei einem Angriff auf das US-Konsulat in der pakistanischen Stadt Karachi sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Hunderte Demonstranten hatten laut Polizeiangaben das Gebäude in der Hafenstadt angegriffen, woraufhin es zu Zusammenstößen mit Polizisten kam. Die Teilnehmer des Protests seien später vertrieben worden, die Situation sei unter Kontrolle.

Der Sturm auf das Konsulat folgte auf die Tötung des obersten Führers des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, bei Angriffen der USA und Israels.

09:11 Uhr

Dubai: Raketenwarnung mitten in der Nacht

Zur aktuellen Lage in den Golfstaaten nach Angriffen aus Iran berichtet ARD-Korrespondentin Anna Osius aus Dubai.

08:56 Uhr

Israel ist „auf Gegenangriffe vorbereitet“

Aus Tel Aviv berichtet ARD-Korrespondent Christian Limpert über die derzeitige Lage in Israel und die israelischen Reaktionen auf den Tod von Ajatollah Chamenei, dem geistlichen Führer Irans.

08:39 Uhr

ARD-Korrespondent: „Alles sehr in Bewegung“

ARDKorrespondent Bernd Niebrügge aus Istanbul zum Tod des geistlichen Führers Irans, Ajatollah Chamenei.

08:30 Uhr

Tumulte nahe US-Botschaft in Bagdad

Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei haben Demonstranten in der irakischen Hauptstadt Bagdad versucht, in das streng gesicherte Regierungsviertel mit der US-Botschaft vorzudringen. Nach Angaben von Augenzeugen hatten sich am Eingang zur sogenannten Grünen Zone Hunderte Menschen zum Protest versammelt. Sicherheitskräfte lösten die Menge gewaltsam auf. Die Demonstranten versuchten demnach, die Sicherheitsbarrieren zu überwinden, um zur US-Botschaft innerhalb der Grünen Zone zu gelangen. Laut Augenzeugen setzten die Sicherheitskräfte Schlagstöcke, scharfe Munition, Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Demonstranten auseinanderzutreiben.

08:21 Uhr

Erneut Raketenalarm in Israel

Iran hat nach Angaben des israelischen Militärs erneut Raketen auf den jüdischen Staat abgefeuert. Die Abwehrsysteme seien aktiviert, um sie abzuwehren, teilte die Armee mit. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, in die Schutzräume zurückzukehren. In mehreren Gebieten des Landes heulten erneut die Sirenen.

08:14 Uhr

Iran meldet Tod von Generalstabschef Mussawi

Nach einer Meldung des iranische Fernsehens ist der Generalstabschef der iranischen Streitkräfte, Abdolrahim Mussawi, bei Angriffen auf Iran getötet worden. Mussawi war Nachfolger von Mohammad Bagheri, der bei den US-amerikanischen Luftschlägen im Juni 2025 getötet wurde.

07:36 Uhr

Katz zum Tod Chameneis: „Gerechtigkeit ist geschehen“

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat die Tötung des geistlichen Oberhaupts Irans, Ali Chamenei, als Akt der Gerechtigkeit begrüßt. Chamenei sei „zusammen mit hochrangigen Mitgliedern der iranischen Terrorfestung“ eliminiert worden, erklärte Katz in Onlinediensten. „Gerechtigkeit ist geschehen, und die Achse des Bösen hat einen schweren Schlag erlitten“, betonte der Verteidigungsminister.

07:28 Uhr

Erneute Explosionen in Golfstaaten

Nach der Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei durch US-amerikanisch-israelische Angriffe hat es in den arabischen Golfstaaten erneut Explosionen gegeben. Augenzeugen in der katarischen Hauptstadt Doha zufolge waren am Morgen mehrere Knallgeräusche zu hören. Der katarische Nachrichtensender Al-Jazeera meldete mindestens elf Explosionen in Doha sowie Detonationen in Dubai. Auch in Manama, der Hauptstadt von Bahrain, wurden erneut Explosionen gemeldet. Dort hatte es bereits gestern Einschläge gegeben.

07:11 Uhr

Israels Armee gibt nach Raketenbeschuss wieder Entwarnung

Israels Armee hat nach gemeldeten Raketenangriffen Irans wieder Entwarnung gegeben. Die Menschen in allen Teilen des Landes dürften die Schutzräume wieder verlassen, sollten sich aber weiter in deren Nähe aufhalten, teilte die Armee am Morgen mit. Zuvor waren Luftabwehrsysteme im Einsatz gewesen, um die Angriffe abzuwehren.

Zum bereits 20. Mal hätten Millionen Menschen in Israel innerhalb von 24 Stunden wegen Angriffen Irans in die Schutzräume rennen müssen, erklärte das Militär. Die israelische Luftwaffe hatte in der Nacht auch ihre Angriffe gegen Raketenstützpunkte und Luftabwehrsysteme in Iran fortgesetzt.

06:52 Uhr

Trump droht Iran mit „nie dagewesener Macht“

US-Präsident Donald Trump hat den Iran mit beispielloser Gewalt gedroht, sollte das Land Vergeltung für die US-amerikanischen und israelischen Angriffe üben. Die Vereinigten Staaten würden Iran mit einer noch nie dagewesenen Macht treffen, erklärt Trump auf seinem Messenger-Dienst Truth Social: „Iran hat gerade erklärt, dass es heute sehr hart zuschlagen wird, härter als jemals zuvor.“ Er fügt (in Großbuchstaben) hinzu: „Sie sollten das aber besser nicht tun, denn wenn sie es tun, werden wir sie mit einer noch nie dagewesenen Macht schlagen.“

06:44 Uhr

Irans Parlamentssprecher: Rote Linie überschritten

Der Iran wird laut Parlamentssprecher Baker Kalibaf den Weg von Ajatollah Chamenei fortsetzen. Sich an US-Präsident Donald Trump und Israels Premierminister Benjamin Netanjahu wendend, sagt Kalibaf im Staatsfernsehen, sie hätten eine „rote Linie“ überschritten und würden dafür bezahlen.

06:34 Uhr

Tausende Iraner trauern in Teheran um Chamenei

Nach dem Tod des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ali Chamenei, haben sich am Sonntag Tausende Menschen zu seinen Ehren in Teheran versammelt. Die größtenteils schwarz gekleideten Teilnehmer der Kundgebung auf dem zentralen Enghelab-Platz skandierten „Tod den Vereinigten Staaten“ und „Tod Israel“, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Viele der Demonstranten schwenkten iranische Flaggen und hielten Fotos von Chamenei hoch.

06:30 Uhr

Irans Revolutionsgarde meldet massive Vergeltungsschläge

Die iranische Revolutionsgarde hat in Reaktion auf die Tötung von Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei nach eigenen Angaben massive Vergeltungsschläge gegen Dutzende Stellungen der USA und Israels durchgeführt. Es seien 27 US-Stützpunkte in der Region sowie Israels Armeehauptquartier und ein Rüstungskomplex in Tel Aviv ins Visier genommen worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, ein Sprachrohr von Irans Elitestreitmacht.

Konfliktparteien als Quelle

Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch Konfliktparteien können in der aktuellen Lage zum Teil nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

06:06 Uhr

Trio soll Iran vorübergehend führen

Die Verantwortung für die Übergangsphase sollen Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi und ein Mitglied des Wächterrats übernehmen. Das erklärte ein Berater des getöteten Chameneis, Mohammed Mochber, der Nachrichtenagentur Mehr zufolge. Auch die iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete darüber.

Das Trio soll die Aufgaben Chameneis übernehmen, bis der sogenannte Expertenrat, ein Gremium aus 88 einflussreichen Geistlichen, einen Nachfolger benennt. Laut der Verfassung müsse der Expertenrat umgehend einen neuen Führer bestimmen und vorstellen, sagte Mochber.

05:49 Uhr

Offenbar neue Angriffswelle aus Iran

In Israel haben am frühen Morgen erneut die Sirenen geheult. Es seien Raketen aus Iran in Richtung Israel abgefeuert worden, gab die israelische Armee bekannt. In der Region Dubai sind Augenzeugen zufolge erneut laute Explosionen zu hören.

Auf Fotos und Videomaterial von Nachrichtenagenturen aus dem irakischen Erbil ist eine große schwarze Rauchwolke zu sehen. Die iranischen Revolutionsgarde hatte zuvor „die heftigste Offensive in der Geschichte der Streitkräfte der Islamischen Republik Iran“ angekündigt.

An mehreren Orten in der Golfregion gab es am Sonntagmorgen Explosionen wie hier in Erbil im Irak.

04:48 Uhr

Iran: Weitere hochrangige Todesopfer bestätigt

Iran hat den Tod des Kommandeurs der iranischen Revolutionsgarde, Mohammed Pakpur, bestätigt. Er sei ebenso wie der Vorsitzende des nationalen Verteidigungsrats, Ali Schamchani, am Samstag bei den US-israelischen Luftangriffen auf Teheran umgekommen, teilte die iranische Justiz am Sonntag auf ihrer Website „Misan Online“ mit. Israel hatte den Tod der beiden bereits zuvor verkündet.

04:30 Uhr

Schah-Sohn Pahlavi bringt sich als Interimsführer ins Spiel

Der Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, Reza Pahlavi, hat sich nach der Tötung von Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei erneut als Übergangsführer Irans ins Spiel gebracht. „Viele Iraner haben mich, oft trotz lebensbedrohlicher Situationen, gebeten, diesen Übergang zu leiten“, schrieb er in einem Meinungsbeitrag in der Washington Post.

Er wolle ihrem Ruf folgen und den Weg hin zu einer neuen Verfassung freimachen. Diese solle zunächst in einem Referendum verabschiedet werden. Darauf sollten dann freie Wahlen unter internationaler Aufsicht folgen. „Mit der Abstimmung der Iraner löst sich die Übergangsregierung auf“, schrieb er weiter. Auf X rief er Iran Sicherheitskräfte zudem zum Umsturz auf: „Es ist eure letzte Gelegenheit, euch dem Volk anzuschließen.“

04:20 Uhr

EU-Außenminister kommen zusammen

Angesichts der US-israelischen Luftangriffe auf den Iran und zahlreicher Vergeltungsattacken Teherans kommen die Außenminister der EU-Mitgliedsstaaten am Sonntag zu einer außerordentliche Sitzung zusammen. Nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas soll dabei über „über den Iran und die sich rasch entwickelnden Ereignisse im Nahen Osten“ beraten werden. „Die wahllosen Angriffe des iranischen Regimes auf seine Nachbarn bergen die Gefahr, die Region in einen größeren Krieg zu ziehen, und wir verurteilen dies“, sagte Kallas.

04:17 Uhr

Revolutionsgarde plant wohl Gegenoffensive

Die iranischen Revolutionsgarde hat eine schnelle Antwort auf die massiven Luftangriffe der USA und Israels angekündigt. „Die heftigste Offensive in der Geschichte der Streitkräfte der Islamischen Republik Iran wird jeden Moment beginnen“, teilte die Revolutionsgarde am Morgen im Onlinedienst Telegram mit. Kurz zuvor hatte das Staatsfernsehen den Tod von Irans geistlichem Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei bestätigt. Die Revolutionsgarde kündigte eine „strenge und entschlossene“ Bestrafung der „Mörder“ Chameneis an.

03:57 Uhr

Revolutionsgarde droht „inneren und äußeren“ Verschwörern

Irans Revolutionsgarde hat Rache für den Tod von Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei angekündigt. „Die Mörder des Imams der Nation werden einer harten, entschiedenen und abschreckenden Strafe nicht entgehen“, heißt es in einer von der libanesischen Hisbollah-Miliz verbreiteten Erklärung der Elitestreitmacht des Irans.

Die Revolutionsgarde, die Streitkräfte der Islamischen Republik und die Basidsch-Milizen würden „inneren und äußeren Verschwörungen entschieden entgegentreten“ und die Aggressoren „mit einer abschreckenden und beispielhaften Antwort bestrafen“, heißt es. Alle Teile der Gesellschaft werden darin aufgerufen, sich an der Landesverteidigung zu beteiligen.

03:19 Uhr

Tod von Chamenei bestätigt

Die iranischen Staatsmedien haben den Tod des obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei bestätigt. Den Tod des 86-Jährigen vermeldeten das Staatsfernsehen und die staatliche Nachrichtenagentur Irna am frühen Sonntagmorgen. Er sei in den frühen Morgenstunden des Samstags ums Leben gekommen, melden die Medien weiter. Zudem sei eine 40-tägige Staatstrauer ausgerufen worden.

02:30 Uhr

Israel verkündet weitere Angriffswelle

Die israelische Armee hat in der Nacht nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle gegen Ziele in Iran begonnen. Ins Visier genommen würden Abschussstellungen für ballistische Rakete sowie die Luftabwehrsysteme des Erzfeindes, teilte die Armee mit. Die Armee hatte zuvor eine weitere Angriffswelle beendet, bei der unter anderem ein wichtiges Militärdepot für ballistische Raketen attackiert worden sei.

An dem Raketenabschussstandort in der Region Qom im Zentrum des Irans seien ballistische Raketen vom Typ „Ghadr H-1“ mit Hunderten Kilogramm Sprengstoff gelagert worden, hieß es. Der Angriff habe die wichtigsten Offensivfähigkeiten der iranischen Staatsführung „erheblich geschwächt“. In Teheran waren laut einem AFP-Reporter mindestens drei Detonationen seien zu hören. Zugleich waren dröhnende Geräusche zu hören, die denen von Flugzeugen ähnelten.

02:18 Uhr

Iranische Staatsmedien melden Tod von Chameneis Tochter und Enkel

Bei den Angriffen der USA und Israel auf Iran ist nach Angaben der iranischen Staatsmedien die Tochter des Revolutionsführers Ajatollah Ali Chamenei und ein Enkel getötet worden.

Nach Angaben des iranischen Roten Halbmonds wurden bei den Luftangriffen der USA und Israels mindestens 201 Menschen getötet und mehr als 740 weitere verletzt.

02:15 Uhr

USA: Angriff auf Iran von internationalem Recht gedeckt

Die USA sehen ihren Angriff auf Iran eigenen Angaben zufolge im Einklang mit internationalem Recht. Die Vereinigten Staaten hätten in enger Abstimmung mit Israel rechtmäßige Maßnahmen gemäß Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen ergriffen, sagte der UN-Botschafter der USA, Mike Waltz, bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats in New York.

Artikel 51 der UN‑Charta verankert das Recht eines Landes auf Selbstverteidigung. Waltz argumentierte, „das Regime in Iran“ sei verantwortlich für eine Reihe bewaffneter Angriffe auf die Vereinigten Staaten und Israel, Verstöße gegen die UN-Charta sowie Bedrohungen des internationalen Friedens und der Sicherheit im Nahen Osten.

02:11 Uhr

Verletzte durch Raketenangriff auf Flughafen in Dubai

Bei einem mutmaßlichen iranischen Raketenangriff sind auf dem internationalen Flughafen von Dubai vier Menschen verletzt worden. Die Emirate sprachen gestern in einer Mitteilung von einer „schweren Attacke mit iranischen ballistischen Raketen“. Im Hafen der bei Touristen beliebten Stadt brach durch Trümmer einer abgefangenen Rakete außerdem ein Brand aus, wie die Behörden mitteilten.

Angriffe wurden auch an anderen Verkehrsflughäfen in der Region gemeldet, etwa am Internationalen Flughafen Kuwait. Mehrere Airports wurden geschlossen und Flüge gestrichen.

02:03 Uhr

Emirate: 132 iranische Raketen und fast 200 Drohnen abgewehrt

Das Militär der Vereinigten Arabischen Emirate hat seit Beginn der iranischen Gegenangriffe nach eigenen Angaben 132 ballistische Raketen und 195 Drohnen abgewehrt. Zudem seien fünf ballistische Raketen des Irans ins Meer gefallen. Vierzehn Drohnen seien ebenfalls über Wasser oder an Land abgestürzt, wodurch es einige Schäden gegeben habe, teilte das Ministerium mit. Auch aufgrund abgeschossener Projektile sei es zu kleineren Schäden an zivilem Eigentum gekommen.

02:00 Uhr

Rubio sagt Israel-Reise ab

US-Außenminister Marco Rubio wird seine Reise nach Israel nicht wie geplant antreten. Aufgrund der aktuellen Umstände werde Rubio am Montag nicht nach Israel reisen, teilte ein Vertreter des Ministeriums auf der Plattform X mit. Er machte keine Angaben dazu, ob die Reise zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden soll.

01:59 Uhr

Der Liveblog von Samstag zum Nachlesen

Lesen Sie hier die Entwicklungen vom Samstag nach:

Source: tagesschau.de