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Israel hat eigenen Angaben zufolge „begrenzte und gezielte Bodeneinsätze“ im Süden des Libanon begonnen. US-Präsident Trump erhöht bei der Suche nach Verbündeten für die Sicherung der Straße von Hormus den Druck auf die NATO.
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Tagen „begrenzte und gezielte Bodeneinsätze“ im Süden des Nachbarlands Libanon begonnen. Ziel seien in der Gegend aktive Hisbollah-Mitglieder sowie die Infrastruktur der Miliz, teilte Israels Armee am Morgen mit. Die Einsätze am Boden seien „Teil umfassenderer Verteidigungsmaßnahmen“, um die Einwohner im angrenzenden Nordisrael zu schützen.
Die Zeitung Times of Israel hatte bereits am Wochenende berichtet, dass israelische Bodentruppen bei Kämpfen im Südlibanon Dutzende Milizionäre der irantreuen Hisbollah getötet hätten. Israels Verteidigungsministerium bestätigte den Bericht auf Anfrage. Im Libanon herrscht die Sorge vor einer größeren Bodenoffensive Israels. Bei israelischen Angriffen wurden nach jüngsten Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums im Libanon 850 Menschen getötet.
Nachdem ein Drohneneinschlag am Flughafen Dubai den Luftverkehr stundenlang lahmgelegt hat, soll der Betrieb bald wieder aufgenommen werden. Am Vormittag (10.00 Uhr Ortszeit/07.00 Uhr MEZ) sollten wieder erste Flieger starten und landen, wie die Fluglinie Emirates mitteilte.
Die saudi-arabischen Streitkräfte haben in der Nacht nach Angaben aus Riad dutzende Drohnen abgefangen. Insgesamt berichtete das saudi-arabische Verteidigungsministerium im Onlinedienst X von 61 abgefangenen Drohnen.
Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate teilte derweil auf X mit, seine Flugabwehrsysteme fingen derzeit Raketen und Drohnen aus Iran ab.
Australien wird keine Kriegsschiffe zur Unterstützung in die Straße von Hormus entsenden. Das teilte Transportministerin Catherine King in einem Interview mit dem staatlichen Sender ABC mit. Man sei sich der Bedeutung der Meerenge bewusst, werde sich aber nicht an einer Marine-Mission beteiligen. Australien habe jedoch auf Anfrage der Vereinigten Arabischen Emirate bereits Flugzeuge zur Unterstützung der Verteidigung des Landes bereitgestellt. US-Präsident Trump hatte von mehreren Ländern Hilfe zur Überwachung der Straße eingefordert.
Japan hat zurückhaltend auf die Aufforderung von US-Präsident Donald Trump zur Überwachung der Straße von Hormus reagiert. Trump hatte von mehreren Ländern gefordert, sich einer Koalition anzuschließen, um die Wasserstraße abzusichern. Die japanische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi sagte, ihre Regierung habe dazu nichts aus Washington gehört. Takaichi erklärte in einer Parlamentssitzung, es sei darüber beraten worden, was Japan innerhalb seiner rechtlichen Grenzen alles tun könne, um japanische Schiffe in der Region zu schützen – „unabhängig von einer Anfrage der USA“. Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi sagte konkreter, er habe unter den derzeitigen Sicherheitsbedingungen keine Pläne, Kriegsschiffe in die Straße von Hormus zu entsenden.
Der Flughafen von Dubai, einer der wichtigsten Drehkreuze der Welt, ist nach einem Drohnenangriff vorübergehend geschlossen worden. Der Flugverkehr sei ausgesetzt worden, teilten die Behörden mit. Ein durch den Angriff ausgelöstes Feuer sei inzwischen unter Kontrolle, Verletzte habe es nicht gegeben. Bei dem Drohnenangriff war ein Treibstofflager in Flammen aufgegangen.
US-Präsident Trump hat seine Kritik an US-Medien wegen angeblicher Falschberichterstattung über den Iran-Krieg erneuert. Der Republikaner warf ihnen vor, vom iranischen Machtapparat mittels Künstlicher Intelligenz erzeugte Fake-Bilder und -Videos sowie Falschbehauptungen zu verbreiten – „in enger Abstimmung“ mit Iran. Iran sei dabei, den Krieg zu verlieren, und „die linksradikale Presse weiß das ganz genau, verbreitet aber weiterhin falsche Berichte und LÜGEN“, schrieb der Präsident auf seiner Plattform Truth Social.
US-Präsident Trump bei der Ankunft im Weißen Haus nach einem Wochenende in Florida
Deshalb sei er begeistert, dass die Lizenzen einiger dieser „korrupten und hochgradig unpatriotischen ‚Nachrichten‘-Organisationen“ nun von der Medienaufsichtsbehörde überprüft würden. Am Wochenende hatte die US-Medienaufsichtsbehörde FCC den Druck auf Sender erhöht und ihnen wegen Berichterstattung über den Iran-Krieg faktisch mit Lizenzentzug gedroht.
Konfliktparteien als Quelle
Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der Konfliktparteien können nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.
In der Nähe des internationalen Flughafens von Dubai ist nach einem Drohnenangriff ein Feuer ausgebrochen. Ein Treibstofftank sei in Brand geraten. Die Behörden seien mit der Bekämpfung des Brandes befasst, teilte das Medienbüro der Regierung mit. Der internationale Airport von Dubai ist der Heimatflughafen der Gesellschaft Emirates und einer der verkehrsreichsten der Welt für internationale Reisen.
US-Präsident Trump erhöht bei der Suche nach Verbündeten für die Sicherung der Meerenge von Hormus den Druck auf die NATO. Dem Bündnis stehe eine „sehr schlechte“ Zukunft bevor, sollte es den USA nicht bei der Öffnung der für den Ölhandel wichtigen Straße helfen. „Es ist nur angemessen, dass diejenigen, die von der Meerenge profitieren, dazu beitragen, dass dort nichts Schlimmes passiert“, sagte Trump der Zeitung Financial Times.
Trump erklärte in einem Interview auch, er könne sein später in diesem Monat geplantes Gipfeltreffen mit Chinas Präsident Xi Jinping verschieben. Er hatte auch Peking gedrängt, bei der Freigabe der wichtigen Wasserstraße zu helfen. China erhalte schließlich 90 Prozent seines Öls durch die Straße, sagte Trump.
US-Präsident Donald Trump und der britische Premierminister Keir Starmer haben über die Blockade der Straße von Hormus beraten. Beide Politiker hätten „die Bedeutung einer Wiedereröffnung der Straße von Hormus besprochen, um die Störung der globalen Schifffahrt zu beenden“, erklärte eine Sprecherin des britischen Premiers.
Trump hatte zuletzt gefordert, andere Staaten sollten im Iran-Krieg die Schifffahrt durch die für die internationale Ölversorgung wichtige Straße von Hormus absichern. Dabei stieß er bei den Verbündeten aber auf zurückhaltende Reaktionen. Die Bundesregierung hatte eine deutsche Beteiligung ausgeschlossen.
Spanien zieht Einsatzkräfte seines Militärs vorübergehend aus dem Irak ab. Iran lehnt die Option möglicher Gespräche mit den USA über ein Kriegsende ab.
Source: tagesschau.de