Nahost-Liveblog: ++ Golfstaaten drohen Iran mit Gegenangriffen ++


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Stand: 02.03.2026 • 01:18 Uhr

Die Golfstaaten haben Iran mit „allen nötigen Maßnahmen“ gedroht, falls Teheran seine Angriffe fortsetzen sollte. Außenminister Wadephul rechnet mit einer längeren Eskalation. Das Auswärtige Amt versuche, festsitzenden Reisenden zu helfen.

01:18 Uhr

Neue Angriffswelle auf Teheran

Die israelische Luftwaffe setzt ihre Attacken gegen Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran fort. Es laufe eine neue umfangreiche Angriffswelle, teilte das Militär in der Nacht ohne weitere Details mit.

Die Entfernung zwischen der israelischen Stadt Tel Aviv und Teheran beträgt Luftlinie rund 1.600 Kilometer. Der am Samstagmorgen in Koordination mit den verbündeten USA gestartete Einsatz der israelischen Luftwaffe gegen Iran ist nach Armeeangaben der bisher größte in ihrer Geschichte.

Das israelische Militär berichtete ebenfalls in der Nacht von neuem Beschuss aus dem nördlichen Nachbarland Libanon. Um was für eine Art von Geschossen es sich handelt und von wo und von wem sie gestartet wurden, teilte das Militär nicht mit.

01:08 Uhr

Wadephul rechnet mit längerem Konflikt

Bundesaußenminister Johann Wadephul rechnet damit, dass die Eskalation im Nahen Osten länger andauert. „Es ist nicht vorhersehbar, dass wir in den nächsten Tagen mit einer Beendigung der Kampfhandlungen rechnen können“, sagte Wadephul in der ARD-Sendung Caren Miosga.

Mit Blick auf festsitzende Urlauber sagte er, es müsse Vorsorge getroffen werden, „dass auf anderem Wege eine Ausreise aus diesen Ländern ermöglicht wird.“ Wadephul wies allerdings auf den geschlossenen Luftraum in der Region hin. Sein Amt sei mit allen Reiseverkehrsunternehmen in einem engen Gespräch. Diese seien „ja kommerziell dafür auch verantwortlich, dass ein Rücktransport möglich ist. Aber alle Mitarbeitenden des Auswärtigen Amtes tun alles Menschenmögliche, um das auch zu gewährleisten.“

00:57 Uhr

Noch Tausende EU-Bürger in Iran

In Iran halten sich schätzungsweise noch ein paar Tausend Menschen auf, die die Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedstaates besitzen. Das sagte eine ranghohe EU-Beamtin in Brüssel. Viele von ihnen hätten allerdings auch die iranische Staatsangehörigkeit und wollten nicht zwingend das Land verlassen, ergänzte sie. Genaue Angaben zur Zahl der Menschen, die evakuiert werden wollen, machte sie nicht.

Deutlich mehr Menschen mit Staatsangehörigkeit eines EU-Staates sitzen den Angaben zufolge unfreiwillig in Ländern rund um den Iran fest, weil ihre Flüge wegen Luftraumsperrungen gestrichen wurden. Um ihnen bestmöglich zu helfen, wurde ein EU-Netzwerk für konsularische Zusammenarbeit aktiviert, das die Koordinierung von Evakuierungsbemühungen erleichtern soll.

00:51 Uhr

US-Regierung informiert Kongress

Die US-Regierung informiert den Kongress über ihre Militärschläge gegen den Iran. Am Sonntag seien zunächst Mitarbeiter von Sicherheitsausschüssen im US-Senat und Repräsentantenhaus über den Angriff unterrichtet worden, teilt Dylan Johnson, ein Sprecher des Weißen Hauses, mit. Für Dienstag sei eine umfassende Unterrichtung aller Abgeordneten und Senatoren durch Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth geplant.

00:51 Uhr

EU will offenbar Marinemission verstärken

Die EU verstärkt nach Diplomatenangaben ihre Marinemission im Roten Meer. Zwei französische Kriegsschiffe sollten in den kommenden Tagen zur EU-Marinemission „Eunvafor Aspides“ entsandt werden, sagte ein EU-Diplomat. Bislang waren bereits drei Kriegsschiffe aus EU-Staaten bei der Mission im Einsatz. An der Mission sind auch rund 30 Bundeswehrsoldaten beteiligt.

Der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran bedroht die Schifffahrt über die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Verkehrsrouten für den weltweiten Ölhandel. Bei einer Ausweitung des Konflikts könnte auch der Verkehr durch das Rote Meer gefährdet sein.

00:51 Uhr

Golfstaaten drohen Iran

Die Staaten in der Region des Persischen Golfs haben Irans „ungerechtfertigte“ Angriffe auf ihre Territorien verurteilt und ihr Recht auf Selbstverteidigung betont. Man werde „alle nötigen Maßnahmen“ ergreifen, Sicherheit und Stabilität zu gewähren sowie alle Bürger zu schützen, „einschließlich der Option, auf die Aggression zu antworten“, erklärten die Außenminister des Golfkooperationsrats (GCC) nach einer außerordentlichen Sitzung.

Bislang haben die Staaten Saudi-Arabien, Katar, Oman, Bahrain, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate die Angriffe des Irans nur abgewehrt, sie haben nicht selbst zurückgeschlagen.

In ihrer gemeinsamen Erklärung betonten sie, dass ein Angriff auf einen Mitgliedsstaat dem Verteidigungsabkommen des Verbunds folgend einen Angriff auf alle Mitgliedsstaaten darstelle. Irans Angriffe seien eine schwerwiegende Verletzung der Souveränität der Mitgliedsstaaten. Der Iran hat infolge der amerikanisch-israelischen Angriffe seit Samstag auch mehrfach Ziele in den Golfstaaten angegriffen, etwa in den Emiraten, in Bahrain und in Katar. Teils richteten sich die Angriffe gegen Stützpunkte des US-Militärs dort.

00:33 Uhr

Emirate wehren laut eigenen Angaben zahlreiche Angriffe ab

Das Militär der Vereinigten Arabischen Emirate hat nach eigenen Angaben inzwischen 152 ballistische Raketen und 506 Drohnen aus Iran abgewehrt. Das erklärte das Verteidigungsministerium auf der Plattform X. Zudem seien 35 Drohnen abgestürzt, 13 Raketen seien ins Wasser gefallen. Auch seien zwei Marschflugkörper abgefangen und zerstört worden. Am Samstagabend hatten die Emirate bereits die Abwehr von 132 ballistischen Raketen und 195 Drohnen seit Beginn der iranischen Angriffe bestätigt.

00:30 Uhr

Liveblog vom Sonntag

Was ist rund um Iran am Sonntag passiert? Wie wirkt sich der Konflikt auf die Region aus? Die Entwicklungen im Liveblog zum Nachlesen:

Source: tagesschau.de