Naher Osten: Donald Trump kündigt Spitzengespräch zwischen Israel und Libanon an

Israel und der Libanon werden nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zu Gesprächen auf höchster Ebene zusammenkommen. Die »Anführer« beider Nachbarländer hätten seit Langem nicht mehr miteinander gesprochen, bestimmt 34 Jahre, schrieb der Republikaner auf seiner Online-Plattform. Er fügte hinzu, am Donnerstag werde es nun dazu kommen. Er wolle eine »kleine Atempause zwischen Israel und dem Libanon schaffen«, schrieb Trump. Hintergrund ist der andauernde Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz.

Wen genau Trump mit den Anführern beider Länder meint, geht aus seinem Post nicht hervor. Libanons Ministerpräsident ist Nawaf Salam, sein israelischer Kollege ist Benjamin Netanjahu. Die Präsidenten beider Länder heißen Joseph Aoun und Izchak Herzog. Diplomatische Vertreter beider Staaten waren am Dienstagabend in Washington erstmals seit Jahrzehnten zu direkten Gesprächen auf politischer Ebene zusammengekommen.

Israel fordert Entwaffnung der Hisbollah

Man führe Verhandlungen mit dem Libanon, sagte Israels Regierungschef Netanjahu nach Angaben seines Büros vom Mittwochabend. Dabei gehe es um zwei zentrale Ziele: die Entwaffnung der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz und einen »dauerhafter Frieden«. Die libanesische Regierung, die keine Partei in dem andauernden Krieg zwischen Israel und der vom Iran unterstützten islamistischen Hisbollah ist, will eine Waffenruhe und einen Abzug der israelischen Soldaten aus dem Süden des Libanon erreichen.

Das israelische Sicherheitskabinett wollte laut Medienberichten am Abend über eine Waffenruhe beraten. Die Sitzung sei aber ohne Beschluss beendet worden, schrieb Axios-Reporter Barak Ravid auf der Plattform X.

AuslandBenjaminDonaldFriedenHerzogHintergrundHisbollahIranIsraelIzchak HerzogJosephKriegLibanonMANNetanjahuPostRegierungSoldatenTrumpUSWashingtonWillX