Nachrichtenpodcast: Was will Israel mit welcher Offensive im Libanon?

Nach Raketen- und Drohnenangriffen der Hisbollah auf Israel fliegt die israelische Armee wiederum Luftangriffe auf den Libanon und hat eine Bodenoffensive gestartet. Offiziell spricht das Militär von Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung Nordisraels, doch Stabschef Eyal Zamir stellte unmissverständlich klar: „Wir werden nicht aufhören, bis die Hisbollah entwaffnet ist.“ Am Donnerstagnachmittag forderte Israel etwa 500.000 Bewohner im Süden des Landes und in Dahieh, den südlichen Vororten Beiruts, auf, ihre Häuser sofort zu verlassen. In der Nacht folgten Luftangriffe auf diese überwiegend schiitisch geprägten Orte. Viele Menschen flohen Richtung Norden oder nach Syrien. Humanitäre Organisationen warnen vor einem erneuten Trauma für die Bevölkerung, die teils schon mehrfach ihre Heimat verlassen musste. Wie die Lage in Beirut seit der Evakuierungsaufforderung des israelischen Militärs ist, ordnet ZEIT-Korrespondentin Stella Männer im Podcast ein.

Mit einer feierlichen Zeremonie in der Arena di Verona beginnen heute Abend um 20 Uhr die Paralympischen Winterspiele 2026. Sie finden vom 6. bis 15. März in Mailand, Cortina d’Ampezzo und weiteren Orten in Norditalien statt. Der Auftakt wird von einer Kontroverse überschattet: Einige Nationen – darunter Deutschland – boykottieren die Feier, nachdem das Internationale Paralympische Komitee russischen und belarussischen Athleten die Teilnahme erlaubt hat. Russische Athleten dürfen, anders als bei den Olympischen Spielen, unter eigener Flagge antreten und bei einem Sieg ihre Nationalhymne hören. Bei Olympia war eine Teilnahme nur unter neutraler Flagge möglich – und auch das nur, wenn keine Verbindungen zum Militär nachgewiesen wurden. Warum das jetzt anders ist, analysiert Christian Spiller, Leiter des Sportressorts der ZEIT.

Außerdem im Update: Der Bundestag hat die Neuerung der Krankenhausreform 2026 beschlossen. Die Länder erhalten mehr Mitspracherecht, kleinere Kliniken profitieren von Ausnahmeregelungen, und der Bund stellt bis zu 29 Milliarden Euro für die Umstrukturierung bereit. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken betonte, die Reform schaffe „Planungssicherheit mit realistischen Fristen“. Kritiker sehen sie als verwässert an und warnen vor höheren Kosten und möglichen Klinikschließungen.

Und sonst so? Ist Empathie eine Frage des Äquators?

Moderation und Produktion: Hannah Grünewald

Redaktion: Moses Fendel, Philip-Johann Moser

Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle

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