„Es ist an der Zeit, das Unausgesprochene laut auszusprechen: Der Fall Epstein hat viele der Kernannahmen von Anons bestätigt“, postete im Februar dieses Jahres der Sondergesandte Putins, Kirill Dmitrijew, auf der Plattform X. Mit „Anons“ spielt er auf den Verschwörungsmythos an, der unter dem Namen QAnon bekannt geworden ist.
Auch als der deutsche Musiker Xavier Naidoo vor einigen Wochen auf einer Demonstration für Kinderschutz vor dem Bundeskanzleramt mit Bezug auf die Epstein-Akten von „Menschenfressern“ und „embryonalen Gewürzmitteln“ auf Kartoffelchips sprach, erschien das vielen als Déjà-vu. Satanische Rituale mit Kindern, Kannibalismus – betrieben von einem Netzwerk globaler Eliten. All das erinnert an die Narrative von QAnon – einer Bewegung, die man in Deutschland vor allem mit Lockdowns in Corona-Zeiten und Querdenken-Demos in Verbindung bringt.
Naidoo war während der Pandemie einer der prominentesten deutschen Verbreiter der US-amerikanischen Verschwörungstheorie. Am 2. April 2020, mitten in der ersten großen Infektionswelle, hatte der Sänger ein Video veröffentlicht, in dem er unter Tränen in die Kamera sagte: „Wenn ich das richtig verstehe, werden in diesen Momenten in verschiedenen Ländern der Erde Kinder aus den Händen pädophiler Netzwerke befreit.“ Dann sprach er von „Adrenochrom“ und verwies damit auf ein Kernnarrativ von QAnon, nach dem eine satanische Kabale von Eliten Kinder missbrauche und töte, um aus ihrem Blut ein Verjüngungsmittel – das sogenannte Adrenochrom – zu gewinnen.
Lange war es still um die fast zehn Jahre alte Verschwörungstheorie
Mit der erneuten Freigabe von Akten im Fall Jeffrey Epstein häufen sich in den vergangenen Wochen in den sozialen Netzwerken, in Kommentarspalten und in Telegramgruppen Stimmen, die behaupten, Xavier Naidoo habe damals recht gehabt. Die Dokumente um den verurteilten Sexualstraftäter enthüllten, dass tatsächlich ein internationales Netzwerk prominenter Eliten sexuellen Missbrauch an Frauen und minderjährigen Mädchen verübte. Zwar liefern die Akten keine Beweise für einen globalen Geheimring aus Pädophilen, die Kinderblut trinken und die Welt kontrollieren. Der Sänger und viele Anhänger sehen sich dennoch in ihrem Weltbild bestätigt. Und jetzt? Radikalisiert sich QAnon erneut durch die Veröffentlichung der Epstein-Files?
Lange war es still um die fast zehn Jahre alte Verschwörungstheorie aus den USA. Sie entstand 2017 als eine Fortführung der „Pizzagate“-Theorie. Anhänger von „Pizzagate“ behaupteten, Hillary Clinton und andere Demokraten betrieben im Keller einer Pizzeria in Washington einen satanischen Kindersexring – dem Mythos zufolge galt das Wort „Pizza“ als Code für Kindesmissbrauch. Ähnliche Narrative gab es bei QAnon.
Mit „Q“-Plakaten oder T-Shirts auf „Querdenken“-Demos
Die Bewegung erwuchs aus den kryptischen Nachrichten eines anonymen Nutzers namens „Q“, der sich auf dem Imageboard 4chan zu Wort gemeldet hatte. Er behauptete, ein hochrangiger Regierungsinsider mit Zugang zu Gemeininformationen zu sein, und prophezeite, Donald Trump würde einen globalen „Deep State“ aus satanischen Eliten bekämpfen, die weltweit Kinder in sogenannten „Dumbs“ – Deep Underground Military Bases – gefangen hielten, um sie zu vergewaltigen, zu ermorden und sich durch ihr Blut zu verjüngen.
Neben einer sich ständig weiterentwickelnden Sammlung von Glaubenssätzen wuchs QAnon in den USA von einer Randideologie zu einer breiteren Bewegung heran. Wie aus einer Umfrage des Public Religion Research Institute (PRRI), einer parteiunabhängigen amerikanischen Forschungseinrichtung hervorging, stimmten im Laufe des Jahres 2021 etwa 15 Prozent der Amerikaner einer der zentralen Behauptungen von QAnon zu: Eine Gruppe satanischer Pädophiler, die Regierung, Medien und die Finanzwelt der USA kontrollierten, betrieben einen globalen Missbrauchsring.
Während der Corona-Pandemie erreichte die Bewegung auch in Deutschland große Sichtbarkeit. Ihre Anhänger – viele von ihnen aus dem rechten und rechtsextremen Milieu – vernetzten sich in einschlägigen Telegramgruppen wie „Qlobal Change“ oder „Lion Media“, protestierten mit „Q“-Plakaten oder T-Shirts auf „Querdenken“-Demos. Zwischen Ende 2019 und 2020 verzehnfachte sich die Reichweite des Kanals „Qlobal Change“ von 15.000 auf über 140.000 Abonnements, wie das Center für Monitoring, Analyse und Strategie (CEMAS) 2022 untersuchte. Doch schon nach Trumps Wahlniederlage 2020 ebbte die QAnon-Bewegung langsam ab. Der Nutzer Q postete letztmalig 2022.
Von Verschwörungstheorien „geblendet“
Auch Xavier Naidoo schien sich vom Verschwörungsglauben losgesagt zu haben – wenn auch wenig überzeugend: Im Jahr 2022 behauptete er in einem Entschuldigungsvideo, er sei von Verschwörungstheorien „geblendet“ gewesen. Er distanziere sich von rechten Strömungen und von jeder Form von Rassismus, Nationalismus, Antisemitismus. Weder erwähnte er in dem kurzen Video QAnon oder andere Verschwörungstheorien, noch äußerte er sich zu Details, was ihn damals eigentlich geblendet habe.
Dass Naidoo seine Entschuldigung damals nicht ernst gemeint haben konnte, machten nicht nur seine abstrusen Aussagen auf der Demonstration für Kinderschutz vor dem Kanzleramt am 17. Februar dieses Jahres unmissverständlich deutlich: Unter dem Titel „Transparenz, Rechtsstaat und Schutz von Minderjährigen – Aufklärung im Kontext möglicher deutscher Bezüge im internationalen Epstein-Komplex“ trat Naidoo auch einen Monat später, am 14. März 2026, bei einer Demonstration an der Berliner Siegessäule auf – im Dunstkreis rechter und verschwörungstheoretischer Gruppen wie der Querdenken-Partei Die Basis, des rechtsextremen „Compact“-Magazins und der rechten Gruppierung Berliner Patrioten. Auf der Bühne raunte Naidoo: Wenn erst mal mehr Details ans Tageslicht kämen, würden die Menschen drei Wochen am Fenster stehen und kotzen.
In einer Titelgeschichte der März-Ausgabe des „Compact“-Magazins schreibt der rechtsnationalistische russische Philosoph Alexandr Dugin mit Bezug auf Epstein: „Jetzt sind alle Verschwörungstheorien nicht nur bestätigt worden; sie haben jede vorherige Version übertroffen.“ Ob in Amerika und Europa, überall seien Satanisten, Pädophile und Kannibalen. Nur Russland und der Osten könnten jetzt radikal handeln, behauptet Dugin und ruft den Untergang der gesamten westlichen Welt aus. Auch der deutsche Rapper Kollegah schlug auf Instagram ähnliche Töne an, als er postete: Pizzagate und Epstein seien nur die Spitze des Eisbergs, die Welt werde im Hintergrund gesteuert von Satanisten.
„QAnon ist eigentlich tot“
Zweifellos versuchen Verschwörungstheoretiker aktuell, durch den Epstein-Skandal zu mobilisieren. Ob sie damit Erfolg haben, ist fraglich. Zumindest auf der von Xavier Naidoo ausgerufenen Demonstration vom 14. März müsste man enttäuscht gewesen sein. Zwar wurde auch in den QAnon-Kanälen auf Telegram eifrig Werbung gemacht, und man hoffte wohl auf eine Mobilisierungswelle wie in Corona-Zeiten. Von den angemeldeten 10.000 Teilnehmern kamen laut Angabe der Berliner Polizei allerdings höchstens 1200.
„QAnon ist eigentlich tot“, sagt Michael Butter, Amerikanist und Autor des Sachbuches „Die Alarmierten – Was Verschwörungstheorien anrichten“. Zwar gebe es die Telegramkanäle noch, doch auf QAnon selbst werde sich kaum noch bezogen. In dem Moment, als Q aufgehört habe zu posten, sei die Bewegung in unspezifischere Verschwörungstheorien übergegangen – wie der Idee eines „tiefen Staates“ oder von Netzwerken pädophiler Eliten, sagt Butter.
Ohnehin ist er davon überzeugt, dass die Popularität von QAnon überschätzt worden sei – in Deutschland und auch in den USA. „QAnon war zwar ein sehr sichtbares, aber doch ein sehr starkes Minderheitenphänomen“, erklärt der Forscher. Prominente Figuren wie Xavier Naidoo hätten die Wahrnehmung von QAnon in der deutschen Debatte verzerrt. „Das heißt natürlich alles nicht, dass wir diesen Verschwörungstheorien, wie Naidoo sie aktuell äußert, glauben und wörtlich nehmen sollten.“ Im Gegenteil gehe es darum, innezuhalten und zu fragen: Warum glauben die Leute solche Geschichten wie die mit dem Adrenochrom? Welche bestimmten Ängste und Nöte bringen Menschen dazu, so etwas überzeugend zu finden?
Ideologische Nähe zwischen Deutschland und den USA
Verschwörungstheorien funktionierten gesellschaftlich wie ein Seismograph. Mit Blick auf die USA gebe es seit der Finanzkrise 2008/2009 ein durchaus berechtigtes Misstrauen gegenüber Elitennetzwerken, behauptet Butter. Man habe gesehen, wie viele Menschen, die zur Mittelschicht gehörten, in dieser Krise viel verloren hätten. Der Staat hingegen, so Butter, habe wenig getan: Viele Menschen lebten mit dem Gefühl, es könnte sie selbst jederzeit erwischen. „Ich glaube, dass wir Verschwörungstheorien, die wie QAnon natürlich absurd verzerrt und überspitzt funktionieren, vor diesem Hintergrund lesen und verstehen müssen“, sagt er.
Der Einfluss von amerikanischen Verschwörungstheorien auf den deutschsprachigen Raum sei eindeutig erkennbar, auch wenn er längst nicht mehr so groß sei wie nach den Terroranschlägen am 11. September 2001. „In dieser Zeit entstanden in Deutschland überhaupt erst die alternativen Nachrichten-Webseiten“, sagt Butter. Auch heute werde eine ideologische Nähe zwischen Deutschland und den USA aktiv gesucht – aus dem MAGA-Lager zu rechten Bewegungen in Deutschland und umgekehrt. Hinzu kämen sogenannte conspiracy entrepreneurs, die etwa auf Youtube und Telegram Geld damit machten, verschwörungstheoretische Inhalte aus den USA nach Deutschland zu bringen.
Butter warnt jedoch davor, sich in Debatten und gesellschaftlichen Analysen zu sehr auf die verschwörungstheoretische Ebene zu konzentrieren: „Man muss sich immer die Frage stellen, ist das, was die Dinge wirklich gefährlich macht, die Verschwörungstheorie an sich, oder ist es das rechte oder rechtsextreme Gedankengut, das da dranhängt?“ Bislang sei noch zu wenig erforscht, inwiefern die Verschwörungstheorie rechtes Gedankengut besonders widerstandsfähig gegen Widerlegungen oder gegen die Möglichkeit von Deradikalisierungen mache.
„QAnon stagniert, aber radikalisiert sich in ihren Ansichten“
Ist QAnon also wirklich bedeutungslos geworden? Der Political Data Scientist Josef Holnburger widerspricht – zumindest in Teilen – Butters These. Der Geschäftsführer des Centers für Monitoring, Analyse und Strategie (CEMAS) in Berlin beschäftigt sich mit der Analyse von Desinformation, Verschwörungsideologien, Rechtsextremismus und Antisemitismus in sozialen Medien. QAnon beobachtet der Wissenschaftler seit ihren Anfängen. „Die QAnon-Szene gibt es noch – auch wenn sie sich verändert hat. Ich würde eher sagen: QAnon stagniert, aber radikalisiert sich in ihren Ansichten“, sagt Holnburger.
Auf „Q“ selbst würde sich in den einschlägigen Kanälen zwar tatsächlich kaum noch jemand beziehen, doch das verschwörungsideologische Weltbild dahinter sei bei vielen Akteuren noch dasselbe. Die typischen QAnon-Kanäle auf Telegram, wie etwa „Lion Media‘“ und „True Bavaria“, erzielten aktuell noch immer sechsstellige Aufrufzahlen. „Die Epstein-Files haben bei Anhängern von QAnon und generell in der verschwörungsideologischen Szene stark eingeschlagen“, sagt Holnburger.
In Teilen der Szene herrscht kognitive Dissonanz
In den vergangenen Jahren sei in diesen Kreisen ohnehin viel über die Epstein-Files gesprochen worden. Man hoffte, dort Beweise zu finden für Verbrechen von Menschen, die man immer schon verdächtigt hatte. Dann, in einer Zeit des Vakuums, als seriöse Journalisten nach der Veröffentlichung der drei Millionen Dokumente die Quellen sorgfältig prüfen mussten, hätten Verschwörungsideologen sofort jene Beweise für das eigene Weltbild gefunden, sagt Holnburger. Schon gewöhnliche Pizzabestellungen, die in E-Mails auftauchten, wurden für Verschwörungsideologen zur Bestätigung, dass „Pizzagate“ real sei. Die Dokumente enthalten auch eine Zeugenaussage von 2019, in der jemand behauptete, er habe beobachtet, wie auf Epsteins Yacht Babys geschlachtet und gegessen worden seien. Diese Zeugenaussage konnte jedoch nie verifiziert werden.
„Das größte Problem für Anhänger von QAnon ist momentan jedoch, dass Trump selbst in den Epstein-Akten auftaucht“, sagt Holnburger. Denn ein Kernnarrativ von QAnon war immer: „Trust the Plan“. Donald Trump würde als Retter kommen, um die Welt von den dunklen Mächten zu befreien. In Teilen der Szene gebe es nun aber eine kognitive Dissonanz. Einige hielten weiterhin an der Behauptung fest: Trump habe schließlich verursacht, dass die Akten endlich veröffentlicht wurden – er komme, um sein Versprechen zu halten. „Dass er dazu vom Gericht gezwungen und dass versucht wurde, Unterlagen zurückzuhalten, wird bei den starken Unterstützern einfach unter den Tisch gekehrt“, sagt Holnburger. Bei anderen ehemaligen QAnon-Anhängern führe das jedoch zu einem Bruch mit Trump.
Welle antisemitischer Verschwörungserzählungen durch Epstein-Files
Holnburger glaubt, dass durch die Epstein-Files eine Radikalisierung in der QAnon-Bewegung stattfinden könne. Der Mythos, dass sich eine Gruppe an Menschen an Kindern vergehen, sie ermorde und rituell missbrauche, ließe sich stark emotionalisieren. Radikal werde QAnon dann nicht unbedingt durch eine Mobilisierungswelle, sondern durch einzelne Anhänger, die nicht mehr auf das Narrativ „Trust the Plan“ vertrauten, sondern den Plan schließlich selbst in die Hand nähmen. Und sich in noch tiefere Verschwörungen verstrickten. Insbesondere bei antisemitischen Verschwörungsnarrativen gehe es am Ende wieder um jüdische satanische Kräfte, sagt Holnburger. „Wir beobachten, dass immer, wenn sich Verschwörungszählungen radikalisieren, auch die antisemitische Gewalt und Erfahrung steigt.“
Dass die Veröffentlichung der Epstein-Akten in sozialen Netzwerken eine Welle antisemitischer Verschwörungserzählungen ausgelöst hat, zeigt eine Untersuchung vom 17. Februar der Initiative „democ.eV“, eines Vereins aus Journalisten, Wissenschaftlern und Medienschaffenden. Analysiert wurde der Zeitraum direkt nach der Veröffentlichung der Justizdokumente im Januar 2026. In einer Stichprobe untersuchten die Autoren 55 Instagram-Reels mit Bezug auf Epstein, die nach der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) antisemitische Inhalte aufwiesen – wie die Leugnung des Holocausts oder Aufstachelung zum Hass gegen jüdische Menschen.
Die Beiträge generierten innerhalb von nur zehn Tagen etwa 6,7 Millionen Likes und über 82.000 Kommentare, was die Autoren als Beleg dafür sehen, wie eine relativ kleine Anzahl von Beiträgen durch algorithmische Verstärkung massive Reichweite erzielen kann. Zugleich zeigt die Untersuchung das Versagen der Plattformen: Trotz offener Hitler-Glorifizierung, SS-Symbolik wie Hakenkreuzen oder genozidaler Aufrufe seien die Inhalte über den gesamten Zeitraum der Analyse online geblieben – nur zwei der 55 Videos seien von Instagram entfernt worden.
Hybrider Antisemitismus
Darauf, dass es sich bei QAnon um eine Neuauflage der antisemitischen Ritualmordlegende aus dem Mittelalter handelt, hatte der Religionswissenschaftler und Antisemitismusbeauftragte Baden-Württemberg, Michael Blume, bereits 2020 verwiesen. Mit Bezug auf die Veröffentlichung der Epstein-Files beobachtet Blume aktuell, dass insbesondere ganz junge Leute für antisemitische Verschwörungsmythen empfänglicher werden. „Eine junge Generation – vor allem junge Männer, die durch Tiktok oder Discord radikalisiert wurde, die noch gar nichts anderes kennengelernt hat“, sagt Blume.
Dass eine satanische Elite Kinder entführe, foltere und ermorde, um aus ihrem Blut Adrenochrom als Verjüngungsmittel zu gewinnen, erinnere an historische Mythen wie den Hexensabbat. Diese antisemitischen Erzählungen – etwa im „Hexenhammer“ von 1486 – behaupteten, Juden und Hexen würden christliche Kinder töten, um daraus magische Salben herzustellen.
„Da wird Frauenfeindlichkeit und Judenfeindlichkeit verbunden. Dieser gleiche Verschwörungsmythos kommt dann bei QAnon wieder. Auch QAnon richtete sich sowohl gegen Juden als auch gegen Angela Merkel und Hillary Clinton.“ Blume spricht von einem hybriden Antisemitismus, der sich aktuell ausbreite, insbesondere bei jungen Leuten. „Wir haben dann einen Hamas-Anhänger neben einer linken Esoterikerin und einem rechten Reichsbürger. Und das Einzige, das sie verbindet, ist der gemeinsame Hass auf eine angebliche jüdische Weltverschwörung. Und da ist eine populäre Figur wie Xavier Naidoo, der immer noch viele Anhänger hat, natürlich wie ein Zugangstor.“
Auch wenn Bewegungen wie QAnon ihre Namen abgelegt haben, bedeutet das also nicht, dass sie weniger gefährlich sind. Ihre Anhänger äußern sich nicht mehr nur in den einschlägigen Telegramgruppen – sondern sind mit ihren verschwörungstheoretischen Ansichten auf Tiktok und Co. mehr und mehr im digitalen Mainstream angekommen.
Source: faz.net