Nach Auktion in Köln: Altmeisterliche Blütenpracht zum Besten von dies Getty Museum

Das wiederentdeckte  „Stillleben mit Blumen und Früchten auf einer Steinkonsole“ von Jan Davidzoon de Heem gehörte zu den herausragenden Kunstwerken des vergangenenen Auktionsjahrs in Deutschland. Nach drei Generationen in Familienbesitz wurde das der Forschung bislang unbekannte Gemälde des niederländischen Barockmalers erst kurz vor der Auktion durch das Kunsthaus Lempertz in Köln in das Werkverzeichnis des Künstlers aufgenommen.

Auf bis zu 1,5 Millionen Euro geschätzt und im vergangenen Mai bei 2,8 Millionen Euro zugeschlagen, avancierte das opulente Blumenstillleben zum zeitteuerste Los hiesiger Versteigerer 2025. Mit Aufgeld zahlte der erfolgreiche Bieter, ein Privatsammler, 3,55 Millionen Euro. Nun hat das Kunsthaus Lempertz bekanntgegeben, wer inzwischen Eigentümer des Gemäldes ist: das Getty Museum in Los Angeles.

Eine bedeutende Ergänzung

Timothy Potts, der Direktor des Museums, nennt den Ankauf „die bedeutendste Ergänzung unserer Sammlung barocker Gemälde seit dem Erwerb von ,Der lachende Rembrandt‘ im Jahr 2013. Das Getty Museum, heißt es in einer Pressemitteilung des Hauses, habe mehr als zwei Jahrzehnten nach einem außergewöhnliche Blumenstillleben des Goldenen Zeitalters der Niederlande gesucht, wie es das nun erworbene „mit seiner dynamischen Komposition, seiner kräftigen Farbpalette und seinen vielfältigen botanischen Elementen“ sei.

Bei Lempertz kommt am 21. Mai wieder ein Gemälde von De Heem zum Aufruf. Das weniger spektakuläre „Stillleben mit Früchten und Laute“ ist auf 300.000 bis 400.000 Euro taxiert.

Source: faz.net