„Mutmaßlich sein Land betrogen“: US-Kampfpilot soll ohne Genehmigung chinesische Piloten trainiert nach sich ziehen

„Mutmaßlich sein Land betrogen“US-Kampfpilot soll ohne Genehmigung chinesische Piloten trainiert haben

26.02.2026, 08:30 Uhr

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Laut Behörden trainierte der Beschuldigte in den USA Piloten für den Einsatz des modernen Tarnkappen-Kampfflugzeugs F-35. (Foto: picture alliance/dpa)

Im US-Bundesstaat Indiana wird ein früherer Elite-Kampfpilot festgenommen, weil er chinesische Streitkräfte geschult haben soll. Eine Genehmigung dafür hatte er offenbar nicht. Behörden sehen eine „bedeutende“ Bedrohung der nationalen Sicherheit.

Die US-Justiz wirft einem erfahrenen früheren Kampfpiloten vor, ohne Genehmigung Piloten des chinesischen Militärs trainiert zu haben. Der 65-jährige Gerald B., der in den USA unter anderem Piloten für den Einsatz des modernen Tarnkappen-Kampfflugzeugs F-35 trainierte, sei im Bundesstaat Indiana festgenommen worden, teilte das Justizministerium mit.

Der Elite-Kampfpilot habe gegen Bestimmungen der Waffenexportkontrolle verstoßen, denen zufolge eine Genehmigung des US-Außenministeriums für Schulungen von Angehörigen ausländischer Streitkräfte nötig ist, hieß es.

Der Beschuldigte habe jahrzehntelang Erfahrung als Pilot von US-Militärflugzeugen gesammelt und „mutmaßlich sein Land betrogen, indem er chinesische Piloten darin ausbildete, gegen jene zu kämpfen, die zu beschützen er geschworen hat“, erklärte das Justizministerium. Feinde der USA zu trainieren, stelle „eine bedeutende Bedrohung der nationalen Sicherheit“ dar.

Der langjährige Soldat sei 1996 aus dem Dienst des US-Militärs ausgeschieden. Im Laufe seiner Karriere bei der Luftwaffe habe er unter anderem Einheiten kommandiert, die für Trägersysteme von Atomwaffen verantwortlich gewesen seien. Zudem habe er Piloten des US-Militärs geschult. Als Zivilist habe er unter anderem Frachtmaschinen geflogen und für US-Rüstungsunternehmen Piloten trainiert.

Der Beschuldigte soll heute in Indiana dem Haftrichter vorgeführt werden. Das Ministerium veröffentlichte die Anklage bisher nicht, daher ist noch unklar, welche Strafe ihm maximal drohen könnte.

Quelle: ntv.de, are/dpa

Source: n-tv.de