München-„Tatort“ mit Batic und Leitmayr: Duo gewinnt die Primetime zum Abschied


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Zum letzten Mal ermittelten Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl am Ostermontag im Münchner „Tatort“. 6,86 Millionen sahen zu – Primetime-Sieg.

Miroslav Nemec (71) und Udo Wachtveitl (67) haben sich verabschiedet – und das TV-Publikum hat es entsprechend gewürdigt. Am Ostermontag (6.4.) lief im Ersten mit dem zweiten Teil der „Tatort“-Doppelfolge „Unvergänglich“ das große Finale für die Münchner Kultermittler Ivo Batic und Franz Leitmayr. 6,86 Millionen Menschen sahen laut AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit der GfK zu, rund 260.000 mehr als beim Auftakt am Ostersonntag (5.4.). Der Marktanteil lag bei starken 27,8 Prozent. Kein anderer Sender erreichte in der Primetime auch nur annähernd so viele Zuschauer.

Dass die absolute Zuschauerzahl für einen „Tatort“ vergleichsweise moderat wirkt, hat vor allem einen strukturellen Grund: An Feiertagen schalten traditionell weniger Menschen ein.

Besser als 2025, aber weit unter Spitzenjahren

Ein Blick auf die vergangenen fünf Ostermontage zeigt, wie unterschiedlich die Einschaltquoten waren. Den Tiefpunkt markierte Ostern 2025: Wotan Wilke Möhring ermittelte in „Tatort: Im Wahn“ vor lediglich 5,32 Millionen Zuschauern, der Marktanteil lag bei rund 20 Prozent – eher schwach für eine Sendung, die den Tagessieg dennoch einstrich.

2024 erreichte der Bremer „Tatort: Angst im Dunkeln“ am Ostermontag 6,52 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 23,0 Prozent – solide, aber auch unter dem jüngsten Wert. Ostern 2023 liefen ebenfalls ein zweiter Teil: Der Berliner Krimi „Tatort: Nichts als die Wahrheit 2“ mit Corinna Harfouch kam auf 6,02 Millionen Zuschauer – Teil 1 lockte 6,22 Millionen.

Pandemiehoch und Frankfurter Ausreißer

Den bislang stärksten Osterwert der jüngeren Vergangenheit erzielte 2021 der Saarbrücker „Tatort: Der Herr des Waldes“: 9,25 Millionen Zuschauer, ein Marktanteil von 26,3 Prozent. Der Wert spiegelt nicht nur das Interesse am Krimi wider, sondern auch die pandemische Ausgangslage – das Publikum saß zu Hause, Alternativen fehlten. 2022 sorgte der Frankfurter „Tatort: Finsternis“ ebenfalls für außergewöhnliche Zahlen: 8,07 Millionen Zuschauer, 27,6 Prozent Marktanteil.

Junge Zuschauer, Konkurrenz und Doku-Bonus

Auch beim jüngeren Publikum zwischen 14 und 49 Jahren setzte sich Das Erste durch: 890.000 Menschen in dieser Altersgruppe schalteten ein, der Marktanteil lag bei 20,8 Prozent. Selbst ProSieben, das mit der Free-TV-Premiere von „Guardians of the Galaxy: Volume 3“ mächtig aufdrehte und 17,1 Prozent in der Zielgruppe holte, blieb dahinter. Das ZDF mit seiner „Nord Nord Mord“-Wiederholung erreichte zwar 3,56 Millionen Zuschauer gesamt und solide 14,4 Prozent, beim jungen Publikum waren es aber nur 4,0 Prozent – ein ernüchternder Wert.

Im Anschluss an den Krimi sendete Das Erste die Doku „Batic und Leitmayr – Die Zwei vom Tatort sagen Servus“. 3,32 Millionen Zuschauer blieben dran, der Marktanteil hielt sich bei 16,2 Prozent – auch bei den 14- bis 49-Jährigen waren es noch 10 Prozent.

SpotOnNews

Source: stern.de