Die 19-Jährige, die in Mannheim mit einem Ast erschlagen wurde, war der Polizei bekannt. Als tatverdächtig gilt ein 17-jähriger Syrer. Zwischen den beiden soll es immer wieder Konflikte gegeben haben.
Nachdem vergangene Woche eine 19-Jährige tot in einem Mannheimer Naherholungsgebiet entdeckt wurde, gibt es neue Details zu dem Fall. Demnach war das Opfer der Polizei bekannt. Sie soll Ende Februar an einer Auseinandersetzung beteiligt gewesen sein, hatte der „Mannheimer Morgen“ berichtet. Mutmaßlich auch der des Mordes verdächtige 17-Jährige beteiligt gewesen, hieß es in einer Mitteilung.
Die 19-Jährige habe zu dem Vorfall einen Vernehmungstermin gehabt, der allerdings erst nach der tödlichen Tat angesetzt gewesen sei, teilte die Polizei mit. Zu der Rolle der jungen Frau in der Auseinandersetzung – ob sie Opfer, Zeugin oder auch Täterin gewesen sein soll – wollte sich die Polizei nicht äußern.
Weitere Angaben zu der Auseinandersetzung machte ein Sprecher ebenfalls nicht. Allerdings soll es bereits in der Vergangenheit zwischen dem Opfer und dem 17-jährigen Tatverdächtigen immer wieder Konflikte gegeben haben. Er und das Opfer, das nach „Bild“-Informationen die ukrainische Staatsangehörigkeit hatte und im Jahr 2022 nach Deutschland gekommen war, führten den Angaben nach seit über einem Jahr eine Beziehung.
Die Leiche der 19-Jährigen war vergangene Woche Mittwoch entdeckt worden; der 17-jährige Syrer, der laut „Bild“ 2022 als unbegleiteter Minderjähriger nach Deutschland eingereist war, wurde von Sicherheitsbehörden noch am selben Tag festgenommen. Er befindet sich in Haft.
Ermittler gehen von Eifersucht als Tatmotiv aus
Die Ermittler gehen davon aus, dass sich die beiden am Dienstagabend vergangener Woche getroffen hatten und dann gemeinsam zu dem Naherholungsgebiet gegangen waren. Dort soll der Mann am frühen Mittwochmorgen auf die Frau eingeschlagen haben. Er soll sie mit seinen Händen und mutmaßlich einem Ast getötet haben. Es habe sich nach bisherigen Erkenntnissen „um einen plötzlichen, unvorhergesehenen Angriff“ gehandelt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Daher habe keine Möglichkeit für die Frau bestanden, den Angriff abzuwehren.
Die Ermittler gehen laut einer früheren Mitteilung von Eifersucht als Tatmotiv aus. Die Hinweise hätten sich daraufhin verdichtet, dass Eifersucht bei der Tat, die als Mord gewertet wird, eine Rolle spielen könnte, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten. Die genauen Umstände werden noch ermittelt.
dpa/kami
Source: welt.de